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„Mit Quengeln kommen wir nicht weiter“
Seit einem Jahr wird in Stuttgart Feinstaub-Alarm ausgerufen. Foto: dpa
Feinstaub-Alarm

„Mit Quengeln kommen wir nicht weiter“

OB Kuhn sieht nach einem Jahr erste Erfolge. Reicht das, um Fahrverbote zu verhindern?

19.01.2017
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. Ein Jahr, nachdem er zum ersten Mal ausgerufen wurde, ist der Stuttgarter Feinstaub-Alarm immer noch umstritten. Während laut OB Fritz Kuhn (Grüne) „erste Erfolge sichtbar“ sind, spotten Umweltschützer wie der Landeschef des Nabu, Johannes Enssle, darüber. Dem Nachrichtendienst dpa sagte er: „Ich bin der Meinung, dass man hier viel drastischer vorgehen müsste.“

Der Stuttgarter Rathauschef wehrt sich indes gegen Kritik: „Mit Schlechtreden oder Quengeln kommen wir nicht weiter.“ Grundsätzlich halte er eine Lösung auf freiwilliger Basis immer für besser, so Kuhn weiter. 2016 waren die Bürger in Stuttgart und der Metropolregion an 59 Tagen aufgerufen, ihre Wagen gegen umweltfreundliche Verkehrsmittel zu tauschen und ihre Komfortkamine ausgeschaltet zu lassen. Doch viel zu wenige reagierten auf den Appell. So lagen die Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Werte an der Messstelle Neckartor zwar unter jenen von 2015, aber immer noch über den erlaubten Grenzwerten.

Der zulässige EU-Feinstaub-Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurde an 63 Tagen überschritten (2015: 72), erlaubt sind 35. Auch die Stickstoffdioxid-Belastung ist gesunken, aber trotzdem noch zu hoch: So kam es am Neckartor 2016 zu 35 Überschreitungsstunden (2015: 61), erlaubt sind EU-weit 18 Stunden bei einem Grenzwert von 200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Können die Werte bis Ende des Jahres nicht gedrückt werden, und das ist wahrscheinlich, drohen der Stadt Fahrverbote. Kuhn: „Das wird alle viel härter treffen, als jetzt nach Mobilitätsalternativen zu suchen.“ dl

Info Der aktuelle Feinstaub-Alarm wurde bis Samstag verlängert.

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19.01.2017, 06:00 Uhr

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