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Mosbach

Mit Schnürsenkel erdrosselt: Zu langer Haftstrafe verurteilt

Er erdrosselte sein Opfer mit einem Schnürsenkel - deswegen wurde ein 21-jähriger Mann vom Landgericht Mosbach zu neun Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

18.03.2018

Von dpa/lsw

Mosbach. Der Angeklagte habe sich des Mordes und der Körperverletzung schuldig gemacht, teilte eine Justizsprecherin am Montag im Neckar-Odenwald-Kreis mit. Ein 27-jähriger Mitangeklagter wurde wegen unterlassener Hilfeleistung und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu elf Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Tat hatte sich im Juni 2017 in Elztal ereignet.

Den Ermittlungen zufolge waren die Beschuldigten und das 21 Jahre alte Opfer zur Tatzeit betrunken. Mitten in der Nacht hätten die Männer vereinbart, den arglosen Dritten zu töten - weil sie ihn für einen «Verräter» gehalten hätten, so die Staatsanwaltschaft. Die Angeklagten hätten ihr Opfer geschlagen und schließlich erdrosselt. Der Vorwurf des gemeinschaftlichen Mordes wurde aber nicht erhärtet.

Das Urteil gegen den 21-Jährigen erging nach Jugendstrafrecht und unter Einbeziehung eines früheren Richterspruchs. Er wird in einer Entziehungsanstalt untergebracht. Die direkte Beteiligung des Mitangeklagten konnte nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den 27-Jährigen lebenslänglich und für den 21-Jährigen neun Jahre und sechs Monate Gefängnis gefordert. Die Verteidigung hatte für den 27-Jährigen auf eine Verurteilung nur wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und ansonsten auf Freispruch plädiert. Der Verteidiger des 21-Jährigen hatte sich für eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt ausgesprochen.

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Erstellt:
18. März 2018, 10:38 Uhr
Aktualisiert:
19. März 2018, 15:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. März 2018, 15:30 Uhr

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