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Auch nachts schien in diesem Jahr die Sonne

Mit dem Sommernachtskino sehr zufrieden

Es gab Jahre der Enttäuschung. Doch dieses Jahr, mit seinem 21. Tübinger Sommernachtskino, gehört nicht dazu. Carsten Schuffert, Betreiber des Open-Air-Kinos freut sich, denn dieses Mal passte alles: das Wetter, das Filmprogramm, das Publikum und nicht zuletzt die Location, der Pfleghof.

07.08.2012
  • Ulla Steuernagel

Tübingen. „Für uns war es durchgehend positiv“, sagt Carsten Schuffert, Chef der in Tübingen ansässigen Bewegten Bilder Medien AG. Das Sommernachtskino war erstmals an diesem zentral gelegenen Ort und die Resonanz der Besucher sei sehr positiv gewesen. Die Schlangen beim Kartenkauf wurden geduldig in Kauf genommen. Das könnte im nächsten Jahr durch Vorverkauf optimiert werden, überlegt Schuffert. Sechs von zehn Filmen waren ausverkauft. Die Vorstellungen von „Ziemlich beste Freunde“, „Best Exotic Marigold Hotel“, „Sommer in Orange“ und „Lachsfischen im Jemen“ waren mehr als voll. 400 Plätze standen im Innenhof zur Verfügung, einige Besucher mussten weggeschickt werden.

Die üblichen Nachteile eines zentralen Standortes fielen beim Pfleghof nicht ins Gewicht: Kein Anwohner beschwerte sich. „Die Anwohner waren toll“, lobt Schuffert. Unmittelbare Pfleghof-Nutzer sind die Bewohner des studentischen Wohnheims, das Musikinstitut und die Polizei – allesamt erwiesen sich als pflegeleicht. Und nach außen wirken die Pfleghof-Mauern als akustischer Schutzschild.

Carsten Schuffert hat es selber getestet: „In der Mühlstraße und in der Altstadt bekam man so gut wie nichts mit.“ Einzig im Eingangsbereich hörte man Kinotöne, aber daran störte sich niemand.

Nicht nur Landwirte, auch Open-air-Kinomacher haben ein Sorgenthema: das Wetter. Nicht so dieses Jahr. Dieses Jahr hatte man fast den Eindruck, als ob noch nachts die Sonne schiene. Die Nächte blieben warm und vor allem auch trocken. Nach den verregneten letzten Jahren im Schlachthof erscheint das wie eine billige Entschädigung. Dem Schlachthof, der zudem auch recht aufwändig herzurichten war, weint Schuffert also keine Träne nach.

Das Wetter allein hätte das Publikum aber noch nicht angezogen. Das Programm entsprach wohl auch seinem Geschmack. Keine Blockbuster standen auf dem Spielplan, sondern Independent-Kino und kleinere Filme. Das Publikum gehörte dementsprechend ebenfalls den gehobenen Altersklassen an. Den Durchschnitt schätzt Schuffert auf „Ü 30 oder 40“. Auch beim Getränkekauf habe sich das bemerkbar gemacht. Prosecco und Wein wurden viel verlangt. „Es war kein Bratwurstpublikum“, sagt Schuffert.

Die Abrechnung ist noch nicht gemacht, aber mit schwarzen Zahlen rechnet er fest. Wenn es nach ihm geht, wird auch im nächsten Jahr der Pfleghof wieder bespielt. Darüber entscheidet das Staatliche Amt für Vermögen und Bau. Auch die Zusammenarbeit mit ihm lobt Schuffert in den höchsten Tönen.

Mit dem Sommernachtskino sehr zufrieden

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07.08.2012, 12:00 Uhr

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