Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Feindbilder und das Leben im Netz

Mit dem Wintersemester beginnt am Montag das Studium Generale

Weniger Vortragsreihen – diese allerdings zu teils hochaktuellen Themen bietet das Studium Generale im Wintersemester: Es geht um Feindbilder und Geopolitik, um Werte und Wirtschaft oder um Ethik in der digitalen Welt.

09.10.2014
  • Angelika Bachmann

Tübingen. Während des Semesters gehört der Kupferbau in den Abendstunden dem Studium Generale: Schwerpunkte der Forschung, aktuelle Themen, Beiträge zu Jahrestagen werden hier in allgemeinverständlichen Vorträgen dargestellt – und oft genug auch kontrovers diskutiert.

Machtinteressen und ein Marathon-Mann

Mit dem Start des Wintersemesters am 13. Oktober beginnt auch gleich die erste Reihe: „Clash of Civilizations“: Feindbilder in interreligiösen Beziehungen und internationaler Geopolitik. Organisiert von Prof. Rainer Rothfuß und Yakubu Joseph vom Geografischen Institut thematisiert diese Reihe mit internationalen Gästen (unter anderem aus Ecuador und Russland), wie Spannungen zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen eingesetzt werden, um Machtinteressen zu bedienen. (Montag, 20.15 Uhr, Hörsaal 25. Beginn: 13. Oktober).

Fans des Tübinger Literaturwissenschaftlers Prof. Jürgen Wertheimer brauchen sich auch in diesem Semester nicht umzugewöhnen: Hörsaal 21 gehört am Montag ab 20.15 Uhr wieder dem Marathon-Mann unter den Studium Generale-Referenten. In diesem Semester setzt Wertheimer die Reihe Schlüsseltexte der Weltliteratur fort und zeigt anhand von Paarungen wie „Odysseus und Ulysses“ oder „Balzac trifft Dante“ literarische Beziehungen auf. (Montag, 20.15 Uhr, Hörsaal 21, Beginn: 27. Oktober).

Werte und Wirtschaft – der Titel der ersten Dienstagsreihe – lässt Rückschlüsse auf die Organisatoren zu: Das Weltethos-Institut bietet zu seinem Schwerpunktthema eine Reihe an, zu der Unternehmer wie Ex-Bahn-Chef Heinz Dürr, Ethiker, Politiker wie der ehemalige Wirtschaftsminister Helmut Haussmann und Ökonomen beitragen. (Dienstag, 18.15 Uhr, Hörsaal 21, Beginn: 21. Oktober).

Es gibt Texte, die tauchen im Literaturverzeichnis jeder Seminararbeit oder jeder Dissertation des entsprechenden Fachs auf. Dazu gehören Max Webers „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ oder, auch gern zitiert, Edward Saids „Orientalismus“. Aber wer hat sie gelesen – oder sich ernsthaft mit ihnen auseinandergesetzt? Wer das nachholen will, hat dazu immer dienstags Gelegenheit. Highlights der Humanities I – Schlüsseltexte des 20. Jahrhunderts haben die Germanistin Prof. Dorothee Kimmich, Erziehungswissenschaftler Prof. Markus Rieger-Ladich und die Empirische Kulturwissenschaftlerin Prof. Monique Scheer ihre Reihe überschrieben. (Dienstag, 18.15 Uhr, Hörsaal 22, Beginn: 28. Oktober).

Die digitale Revolution verändert immer mehr Bereiche des menschlichen Lebens – oft handstreichartig, ohne dass Zeit bleibt, über die Folgen nachzudenken. Wie ein solcher Strukturwandel demokratisch ablaufen kann und welche ethischen Grundlagen man dafür braucht, dieser Frage geht die Reihe Informationsethik und digitale Gesellschaft nach, organisiert von Jessica Heesen vom Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW). Datenschutz und Sicherheit, neue Lernmedien und die Veränderungen in Sprache, Medien und Freizeitverhalten sind unter anderem Thema dieser Reihe. (Dienstag, 20.15 Uhr, Hörsaal 22, Beginn: 21. Oktober).

Der Erste Weltkrieg: ein globaler Konflikt

Im Erinnerungsjahr 2014 haben auch die beiden Zeitgeschichtler Prof. Johannes Großmann und Prof. Georg Schild eine Reihe organisiert: Der Erste Weltkrieg: Orte, Wahrnehmungen und Deutungen eines globalen Konflikts. Zu der Reihe tragen neben Tübinger Historikern auch die Germanistik und die Theologie bei. Neben dem Blick auf Tübingen, Deutschland und Europa im Ersten Weltkrieg, gibt es auch Exkurse nach Australien und Neuseeland, in die Literatur und in die Geschichte des Kriegs.

Mit dem Wintersemester beginnt am Montag das Studium Generale

Mit dem Wintersemester beginnt am Montag das Studium Generale
Online shoppen, online mit Freunden reden, online Informationen beziehen, online leben? Immer mehr Bereiche des Lebens sind mit dem Netz verknüpft – welche ethischen Grundlagen dafür notwendig sind, darum geht es in einer Studium-Generale-Reihe über die „Digitale Gesellschaft“. Zeichnung: Buchegger

Das Prospekt mit dem Programm des Studium Generale liegt an der Universität, im Buchhandel und im Verkehrsverein aus. Zudem werden die einzelnen Vorträge jeweils am Vortag im SCHWÄBISCHEN TAGBLATT angekündigt und am Tag der Veranstaltung im Was-Wann-Wo unter „Vorträge“. Im Internet findet sich das Programm unter www.uni-tuebingen.de/aktuelles. Alle Vorträge im Studium Generale sind im Kupferbau, Hölderlin straße 5.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

09.10.2014, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball