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FC Bayern

Mit frischem Schwung zurück auf die Erfolgsspur

Die Bayern dominieren im Spitzenspiel der Bundesliga gegen Mönchengladbach und vergrößern ihren Vorsprung an der Tabellenspitze.

24.10.2016
  • SID

München. Rotationskünstler Carlo Ancelotti schwärmte, seine Stars schwelgten im wiederentdeckten „Mia san mia“-Gefühl – nur Karl-Heinz Rummenigge gefiel sich in der Rolle des Chefmahners. „In der ersten Hälfte war das vielleicht unsere beste Saisonleistung, da kann man auch mal loben – aber aus Erfahrung nicht zu viel“, sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern nach dem 2:0 im Topspiel der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach und forderte: „Jetzt gilt es, da weiterzumachen!“

Und zwar schon am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) im DFB-Pokal gegen den FC Augsburg. Da, betonte Rummenigge, „darf man nicht patzen, sonst ist man draußen!“ Doch auch er musste zugeben, dass nach der Minikrise mit den beiden Unentschieden gegen Köln und Frankfurt wieder FC Bayern drin steckt, wo FC Bayern drauf steht. „Wenn wir spielen wie gegen Eindhoven oder heute in der ersten Halbzeit, dann wird es schwer für die Gegner“, sagte der Bayern-Boss.

Dass die Profis erkannt haben, dass sie „eine Schippe drauflegen müssen“, schrieb sich Rummenigge unbescheiden selbst auf die Fahne. Manchmal müsse man „den einen oder anderen Spieler oder die ganze Mannschaft ein bisschen kitzeln“, sagte er, so wie er es in Frankfurt getan hatte: „Dafür sind wir ja da.“ Alles andere liege „exklusiv an der Mannschaft, an jedem einzelnen Spieler“. Diese spielten gegen Gladbach so stark, dass Sky-Experte Lothar Matthäus einen „Klassenunterschied“ konstatierte. Das galt vor allem für die ersten 45 Minuten mit Treffern von Arturo Vidal (16.) und Douglas Costa (31.), der nach seinem Tor beim Selfie-Jubel gleich noch einmal knipste. Die Verantwortlichen verziehen dem Brasilianer seine Show. „Vielleicht kommt er nächstes Mal zu mir, dann machen wir zusammen ein Foto“, sagte Ancelotti augenzwinkernd.

Große Rotation

Der Trainer wechselte mit Vidal und Costa, zwei von vier neuen Spielern nach dem 4:1 in der Königsklasse gegen die PSV, den Sieg ein. Dass Kapitän Philipp Lahm nicht einmal im Kader stand und Topspieler wie Thomas Müller erst spät oder wie Jerome Boateng gar nicht mittun durften, nahmen ihm die Betroffenen nicht krumm. „Wir brauchen nicht groß über Personalentscheidungen diskutieren“, sagte Müller, „es saßen auch schon andere draußen.“ Ancelotti war „sehr happy mit der Leistung und Intensität“, auch die zuletzt von ihm kritisierte Haltung sei „richtig gut“ gewesen. Dazu stimmten für ihn Positionsspiel sowie Balance zwischen Defensive und Offensive. „Wir sind“, ergänzte der Trainer, „nicht in Konter gelaufen, das war wirklich gut“ - und noch eine Steigerung gegenüber Eindhoven, obwohl der FCB in der zweiten Halbzeit „ein bisschen passiver“ wurde, wie Mats Hummels richtig bekrittelte. Und doch blieb an diesem aus Bayern-Sicht runden Abend eine Erkenntnis, die Joshua Kimmich so formulierte: „Wir sind so stark, dass wir bestimmen können, wie stark der Gegner ist.“ Mia san mia eben.

Vollkommen machte das Münchner Glück der neuerliche Patzer von Borussia Dortmund. „Der Spieltag ist gut gelaufen für uns“, stellte Rummenigge genüsslich fest. Zwar habe er auch vor den „Verfolgern“ Köln, Berlin oder Leipzig Respekt. „Aber Dortmund ist die Mannschaft mit dem größten Potenzial“, sagte Bayerns Chef, wohlgemerkt: „Nach uns“.

Borussen in der Analyse

Gladbach sieht sich nicht in dieser Liga. „Wir sind noch weit weg von einer Spitzenmannschaft“, sagte Sportdirektor Max Eberl, „das meine ich gar nicht abwertend. Das ist die Wahrheit. Dieses Niveau haben wir noch nicht.“ Nur der FC Bayern sei in der Lage, trotz Dreifachbelastung Top-Niveau zu halten, meinte er. Eine Erweiterung des Kaders lehnte der Manager dennoch ab. „Dann hast du Unzufriedenheit.“

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24.10.2016, 06:00 Uhr

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