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Mit gackernden Hühnern und tanzenden Elefanten starteten die Tübinger Kids-Days
Bild: Metz
Karneval der Tiere

Mit gackernden Hühnern und tanzenden Elefanten starteten die Tübinger Kids-Days

Der große Saal des Landestheaters ist gut gefüllt. Die Konzertbesucher, viele Familien mit Kindern, freuen sich auf eine Tiergeschichte der besonderen Art.

18.10.2016
  • csp

„Jetzt miauen wir alle zusammen wie eine Katze, und dann bellen wir wie ein Hund“, fordert der vom Fernsehkanal KiKa bekannte Moderator Juri seine kleinen Zuhörer auf. Die lassen sich das nicht zweimal sagen – schon geht ein einstimmiges Miauen und Bellen durch den Raum. „Also das mit den Tierstimmen klappt schon mal“, freut sich Juri. Dann kann es ja losgehen. „Karneval der Tiere“ heißt das Konzert, das die dritten Tübinger Kids-Days im Rahmen der Jazz- und Klassiktage am Sonntag offiziell eröffnete. Vorne auf der Bühne sitzen „Profive“ – fünf Professoren aus Tübingen – mit ihren fünf Instrumenten. Mit Querflöte, Oboe, Horn, Fagott und Klarinette erzählen sie auf musikalische Weise die Erlebnisse der Zootiere. Moderator Juri ergänzt die Geschichte, die alle Musikstücke verbindet. Ursprünglich besteht das Konzert aus 14 kurzen Musikstücken des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns. Eine Vollmondnacht im Zoo – und plötzlich ist alles anders. Eine Katze berichtet einer kleinen Maus aufgeregt von einer gemeinsamen Party der Zootiere und führt sie auf ihrem Rücken „einem unvergesslichen Abenteuer entgegen“. Und tatsächlich: Hennen und Wölfe suchen gemeinsam ein verlorenes Küken. Eine uralte Schildkröte tanzt einen Cancan (französischer Tanz im Zweivierteltakt), während sich die Elefanten für den klassischen Walzer begeistern. Gibt es nicht? Beim „Karneval der Tiere“ ist alles möglich. Jedes der Musikstücke passt sich den Tieren und ihren Geschichten an. Sogar die Tierstimmen sind zu erkennen. Als die Schnee-Eule von den Zootieren wissen möchte, wie oft die Kuckucke in den Baumwipfeln zu hören sind, müssen die Kinder im Theatersaal helfen. Ganze 19 Kuckucksrufe wurden geschickt mit der Klarinette ins Stück integriert – kein Problem für die aufmerksamen Zuhörer. Als Preis gibt es einen Rundflug auf dem Rücken des Steinadlers. Also, in Juri’s Geschichte natürlich. Eine aktive Teilnahme der Kinder war Kids-Days-Veranstalter Klaus Beyreuther sehr wichtig: „Es geht ums Mitmachen, Zuhören, Erfahren“. Mitgemacht – das haben auch die Grundschüler aus Tübingen und Umgebung. Ihre selbstgemalten Bilder über die Geschichten der Zootiere werden während des Konzerts auf einer Leinwand gezeigt (Bild).
Am Ende des Konzerts werden die Künstler
der Dorfacker- und Köstlinschule sowie der Gemeinschaftsschule Pliezhausen auf die Bühne gerufen. Allerdings gibt es für sie noch eine Aufgabe zu lösen: Wissen sie noch, welches Stück zu welchem Tier gehört? Klar wissen sie das noch! So sind die Kuckucke, die Hühner und
das Känguru schnell identifiziert. Die Tübinger Kids Days finden noch bis kommenden Sonntag, 23. Oktober, statt. Weitere Informationen zum Programm unter der Adresse www.kidsdays-
tuebingen.de.

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18.10.2016, 01:00 Uhr

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