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Wer ist Mössingens Mister X?

Mit neuem Selbstvertrauen empfängt Mössingen den SV Nehren

Noch immer sucht Landesligist Spvgg Mössingen einen neuen Trainer. Es gibt mehrere Kandidaten und Modelle, doch die Verantwortlichen scheuen nach dem abrupten Ende der Ära Jedele einen Schnellschuss. Einig sind sich Spieler und Verein zumindest über das Anforderungsprofil: Gesucht ist ein erfahrener Coach, der die Liga kennt – und begeistern kann.

24.10.2014
  • Ibrahim Naber

Mössingen. In den wildesten Gerüchten wurde sogar Robert Hofacker als Kandidat in Mössingen genannt – doch die Spvgg habe nie Kontakt gehabt zum mittlerweile beim SSV Reutlingen gelandeten Coach, sagt Abraam Papazoglou, der Spvgg-Abteilungsleiter. Man befinde sich in Gesprächen mit mehreren Kandidaten, berichtet Papazoglou, der jedoch partout keine Namen nennen will. Auch wann der neue Übungsleiter die Interimstrainer Andreas Felger und Arthur Istvan ablöst, stehe noch völlig offen: „Es kann morgen soweit sein, oder auch erst in ein paar Wochen. Wir haben mehrere Optionen und Modelle. Es geht auch darum, mit anderen Vereinen zu reden“, sagt Papazoglou, der eines grundsätzlich klarstellt: „Wir spüren überhaupt keinen Zeitdruck. Unser Kollektiv ist intakt. Die Mannschaft lebt. Wir planen bei der Trainersuche langfristig, nicht nur für diese Runde.“

Es ist durchaus verständlich, dass sich der Verein Zeit lässt mit seiner Entscheidung. Die Verantwortlichen wissen, dass der nächste Schuss sitzen muss. Mössingen sucht offiziell nach einem Nachfolger für Matthias Jedele, doch eigentlich suchen sie noch immer nach einem Nachfolger für Bernd Bauer. Dass der 29-Jährige schwer zu ersetzen sein würde, war allen klar. Bauer, mittlerweile Spielertrainer bei Verbandsligist 1. FC Frickenhausen, war über Jahre das Herzstück der Spvgg. Er baute das Team auf, feierte Titel und etablierte Mössingen mit Fleiß und Hingabe in der Landesliga. Jedele hatte im TAGBLATT-Interview Ende August noch angekündigt, den Weg und die Spielidee von Bauer fortsetzen zu wollen. Nach insgesamt sieben sieglosen Partien zum Auftakt musste er jedoch bereits gehen.

Jedeles Scheitern hatte mehrere Gründe. In der Vorbereitung fehlte teilweise das halbe Team aufgrund von Urlaub oder Verletzungen. Schlüsselspieler wie Max Maier oder Kevin Schneider waren zu Saisonbeginn gesperrt. Und dann verspielte Mössingen noch allzu häufig komfortable Führungen. Alles in allem, das bleibt festzuhalten, scheiterte Jedele aber auch an seiner Unerfahrenheit.

Und damit wären wir auch endgültig beim Anforderungsprofil für den neuen Mössinger Trainer angekommen. Gesucht ist vor allem ein erfahrener Mann: „Der neue Trainer muss die Liga kennen“, sagt Maier. Papazoglou fordert darüber hinaus Begeisterungsfähigkeit und Geradlinigkeit: „Es muss einer sein, der eine klare Richtung hat und diese vorlebt. Er muss die Jungs weiterentwickeln können. Und er muss die Jungs begeistern können.“

Begeisterung herrscht in Mössingen zwar noch nicht. Doch immerhin hat der erste Saisonsieg am letzten Wochenende neues Selbstvertrauen gebracht: „Es ist bei allen ein großer Ballast abgefallen“, sagt Papazoglou. Maier stellt vor dem Spiel gegen Nehren klar: „Jetzt haben wir das nötige Selbstvertrauen, um auch das Derby zu gewinnen!“

Mit neuem Selbstvertrauen empfängt Mössingen den SV Nehren
Im letzten Steinlach-Derby am 25. Mai hat Nehren (links Hannes Klett) die Mössinger (rechts Max Maier) beim 1:0 abblitzen lassen.Archivbild: Rippmann

Der SV Nehren ist gewarnt: „Die Mössinger sind immer extra motiviert, wenn sie gegen uns spielen. Das waren immer ganz heiße Begegnungen“, sagt Jakob Braun. Der SVN-Kapitän sieht vor allem die Offensive gefordert: „Hinten passt es bei uns eigentlich. Nach vorne fehlt aber noch die Durchschlagskraft. Vielleicht müssen wir da mal wieder mehr Risiko eingehen.“ Torjäger Pedro Keppler könnte das (wieder-) belebende Element der Offensive werden, kommt pünktlich zum Spiel gegen seine Kumpels aus Mössingen nach seiner Verletzung wohl wieder für einen Platz in der Startelf infrage. Daniel Frank, der ebenfalls lange verletzt war, wird wohl erst in den kommenden Wochen wieder voll mitwirken. Michael Buchholz, der momentan in Kalabrien arbeitet, ist ab nächster Woche zurück.

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24.10.2014, 12:00 Uhr

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