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Bucks heile Welt

Mitgebringselt

Was schenken wir? Etwas Teures, etwas Selbstgebasteltes oder gar nichts? Ehe jetzt wieder allenthalben die elementaren Vorweihnachtsfragen durchgenudelt werden, haben wir es eine Nummer kleiner. Sogar eine Nummer viel kleiner.

07.11.2015
  • SWP

Unsereiner jedenfalls hat schon Probleme mit sogenannten Mitbringseln. Jenen kleinen Präsenten also, die man bei privaten Einladungen dem Gastgeber offeriert beziehungsweise die man in Empfang nehmen darf, falls man selbst diejenige welche ist, die seit Tagen einkauft, kocht, putzt, wischt, noch mehr kocht, putzt, wischt.

Die einzig angemessene Aufmerksamkeit wäre in einem solchen Fall ein verlängertes Wellness-Wochenende mit Dreiviertelverwöhnpension in einem Viersternehotel. Tatsächlich läuft es am Ende, wenn es sehr gut läuft, auf eine Flasche halbwegs trinkbaren Wein oder eine Schachtel Trüffelpralinen hinaus. Doch Vorsicht: Vor dem Verzehr des Naschwerks unbedingt das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) checken! So manche Pralinenschachtel ist schon durch dermaßen viele Hände gegangen, dass es sich bei dem grünen Pelzchen auf den Trüffeln um dicke fette Schimmelkulturen handelt und nicht um Pistazienstaub.

Gleichwohl sind Speisen und Getränke, trotz des Risikofaktors MHD, immer noch allen anderen Mitbringseln vorzuziehen. Im Zweifelsfall wandern sie je nach Optik und Haptik schnurstracks in die Ablage K (Kompost) oder SM (Sondermüll). Sehr viel mehr Überwindung gehört hingegen dazu, mitgebringselten Deko-Gruscht auf der Stelle zu entsorgen. Egal ob Sternzeichenspardose, Kuhglockenkühlschrankmagnet oder Ingwer-Ekstase-Duftkerze - ehe die Sachen auf dem Flohmarkt landen oder beim Neffen, der sie im Advent in seiner Klasse verwichteln soll, was er dank eines ausgeprägten Selbsterhaltungstriebs dann aber doch nicht tut, stehen sie ewig und drei Tage zu Hause rum.

Moment, es klingelt. Die ersten Gäste kommen. Ach, ein Bastelset Leuchtmops! Wie schön!.

Mitgebringselt
Foto: © B. Wylezich - fotolia.com

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07.11.2015, 12:00 Uhr

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