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Hagellocher Chor „Voice Cream“ überzeugte bei seinem Benefizkonzert im Sparkassen Carré mit einem anspruchsvollen Programm

Mitreißende Jazz-Balladen und Samba-Rhythmen

Tübingen. Diesen Chor will man öfter in Tübingen hören! Im ausverkauften Sparkassen Carré bot der Hagellocher Chor „Voice Cream“ am Samstag ein mitreißendes Repertoire aus deutschem, irischem, afrikanischem, lateinamerikanischem und amerikanischem Liedgut. Chorleiter Cornelius Fritz hatte die Auswahl an Pop und Jazz-Stücken fein auf den Zweck des Konzertabends abgestimmt: Die Einnahmen aus Eintritt und Getränken kamen dem Tübinger Kinderhospizdienst „Boje“ zugute – eine Idee von Chorbegründerin Almut Hepper.

01.12.2014

Bereits eine halbe Woche vor dem Konzert waren die 500 Karten verkauft. Vor so viel Publikum hatte der aus 35 Frauen und Männern bestehende Chor bislang noch nicht gesungen. Er zeigte aber von Beginn an, dass sich die intensive Probenarbeit bezahlt gemacht hat: Der Leiter hat in den vergangenen Jahren ein Ensemble geformt, das sich am Samstag mit feinen Nuancen und komplett auswendig durch die musikalische Stil-Vielfalt sang: Mal volltönend mit Herbert Grönemeyers „Und der Mensch heißt Mensch, weil er irrt und weil er kämpft“, mal rhythmisch und fetzig (am Schlagzeug: Timon Crienitz) mit „Some nights“, mal zart mit Xavier Naidoo und mal einfühlsam mit Lionel Richies „Just for me“ (Solist: Christoph Jokiel).

Immer wieder mischten sich die einzelnen Chorstimmen, bildeten neue Klang-Gruppen und ließen sich dazu auch eine passende Choreografie einfallen. Gesangliches Highlight waren die Jazz-Solo-Stücke mit Ulrike Kern (auf unserem Bild am Mikrophon), arrangiert von Cornelius Fritz. Vor der Pause sang sie Benny Golsons Jazz-Standard „Whisper not“. Das Geflüster nahm der Chor choreografisch auf. Und Ulrike Kern steigerte es musikalisch zur perlenden Stimmlage.

Mit Fritz am E-Piano überzeugte die ehemalige Sängerin der Bigband Moonlight Swing Orchestra auch in der Jazz-Ballade „My funny Valentine“ von Richard Rodgers, die Chet Baker und Ella Fitzgerald in den 1950er Jahren populär gemacht hatten. Nach der Pause, als sich das erste Lampenfieber gelegt hatte, steigerte Voice Cream seine musikalischen Möglichkeiten noch einmal, schickte heiße Samba-Rhythmen ins Publikum, vertiefte sich solistisch ins Gospel-Gebet und interpretierte das Volkslied „Die Gedanken sind frei“ großartig neu.

Souverän begleitet wurde der Chor am E-Piano von Helge Herr. Mit zwei Zugaben und einem Scheck von über 7000 Euro an Boje verabschiedete sich der Chor von seinem Publikum. Bis auf seine Aufführungen in der Kirche Hagelloch war Voice Cream bislang weniger in Tübingen zu hören als im Raum Stuttgart oder auch in Franken. Das sollte das Ensemble schleunigst ändern – Voice Cream will man in Zukunft öfter in Tübingen hören! hoy / Bild: Faden

Mitreißende Jazz-Balladen und Samba-Rhythmen

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01.12.2014, 12:00 Uhr

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