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Unternehmer-Report der Hypo-Vereinsbank für westliches Württemberg

Mittelständler „heiter bis wolkig“ gestimmt

Die Hypo-Vereinsbank legte ihren ersten Unternehmer-Report vor und präsentiert darin Zahlen zu mittelständischen Firmen in der Region.

20.06.2012
  • Bernd Ulrich Steinhilber

Reutlingen. Nach der Commerzbank ist die Hypo-Vereinsbank bei der Finanzierung mittelständischer Unternehmen die Nummer zwei in Deutschland. Bei ihrer Klientel und für ihre Klientel hat sie jetzt Daten erhoben, die über die Finanzierung und wirtschaftliche Entwicklung mittelständischer Unternehmen Auskunft geben. 3500 Interviews bundesweit, 126 in der Region Heilbronn, Stuttgart und Reutlingen liefern die Datenbasis, die der Reutlinger Vertriebsdirektor Uwe Metzger als repräsentativ einschätzt. Zu den konjunkturellen Fragen wurden die Geschäftskunden der Hypo-Vereinsbank auch zum Thema „Energiemanagement“ befragt. Fazit: Die Stimmung der mittelständischer Unternehmer schwankt zwischen „heiter bis wolkig“.

Das aus Metzgers Sicht wichtigste Ergebnis für West-Württemberg: „Hier herrscht ein gesundes, positives Investitionsklima.“ So erwartet ein starkes Drittel (37 Prozent) der mittelständischen Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten ein Wachstum der Investitionen (im Land sind es 34 Prozent, in ganz Deutschland 30 Prozent). Lediglich acht Prozent der Befragten in der Region prognostizieren einen Rückgang.

Mit den durchaus positiven Zahlen für die Region korrespondieren allerdings zurückhaltende Erwartungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von Krediten. Mehr als jedes dritte Unternehmen geht von einer Verschlechterung aus. „Eine unbegründete Befürchtung“, sagte Metzger bei einem Pressegespräch am Montag. Entsprechend verwundert zeigte sich der Reutlinger Vertriebsdirektor über den mit 68 Prozent relativ hohen Eigenkapitalanteil bei der Finanzierung von Betriebsmitteln und Investitionen. Durchschnittlich lediglich 22 Prozent sind nach der Umfrage kreditfinanziert. Entsprechend wenig werden dafür mit gerade mal zwei Prozent (vier Prozent im Bundesgebiet) öffentliche Fördermittel in Anspruch genommen.

Nur 48 Prozent der Unternehmen in der Region haben ihre Liquidität durch eine Verkürzung von Zahlungszielen für erbrachte Leistungen optimiert. Metzger wertet das als ebenso verbesserungsfähig wie das Forderungsmanagement – etwa durch konsequentes und frühzeitiges Mahnen. In beiden Bereichen lasse sich „mit zum Teil einfachen Mitteln schnell Liquidität freisetzen, die den Zugang zu Finanzmitteln erleichtert“.

Dazu könne auch ein effizientes Energiemanagement beitragen. Der Anteil der Energiekosten von 3,4 Prozent und einer Umsatzrendite von fünf bis sechs Prozent erkläre die erhöhte Bereitschaft von Unternehmen, ihre Energieeffizienz durch Investitionen zu verbessern. 89 Prozent wollen „Maßnahmen zur Optimierung des Energiemanagements ergreifen“. Im Mittel investieren Unternehmen im westlichen Württemberg 93 000 Euro und versprechen sich davon eine Ersparnis von 22 Prozent oder 16 000 Euro jährlich. In der Regel handelt es sich dabei um Investitionen in Fuhrpark, Wärme- und Lichtmanagement sowie in energiesparende Produktionstechnologien. Als Motiv geben die Unternehmen aber nicht nur die Kostenersparnis an. Auch die Umwelt soll durch effizienteren Energieeinsatz geschont werden.

Info: Der Unternehmer-Report kann bei www.hypovereinsbank.de runtergeladen werden.

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20.06.2012, 12:00 Uhr

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