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Randnotiz

Modischer Müll

In den Weltmeeren schwimmen bald mehr Plastiktüten als Fische herum. Die Umweltorganisationen beschäftigt das schon seit langem.

16.04.2016
  • MIRIAM KAMMERER

Auch die EU hat sich dem Kampf gegen Tüten aus Plastik verschrieben. Und so müssen Verbraucher hierzulande einige Cent berappen, wenn sie die Umwelt mittels Tüte verschmutzen wollen.

Jetzt taucht auf der Bühne derer, die die Umwelt schützen wollen, ein neuer Spieler auf. Der Sportartikelhersteller Adidas. Die Herzogenauracher wollen Schuhe und Shirts aus Müll herstellen. Ein erstes Paar Müll-Schuhe hat Adidas schon gezeigt. Auffälligstes Merkmal: Die drei Streifen fehlen. Was damit zusammenhängen mag, dass das Unternehmen keine Tüte mit dem Markenlogo angeln konnte.

Bisher hat Adidas Müll vor der Küste Westafrikas abgeschöpft. Das dortige Plastiktreibgut dürfte aber nicht reichen. Adidas hat den Abfall schließlich nicht für sich allein. Der Jeanshersteller G-Star fischt auch schon eifrig danach.

Ob es wegen mangelnden Müllnachschubs künftig Lieferprobleme bei Adidas gibt, wird die Zukunft weisen. Und ob Adidas die Recycling-Methode auch für seine Werbeverträge übernimmt, ist auch noch offen. Lothar Matthäus jedenfalls wäre sicher für den Job zu begeistern. Aber halt, der ködert ja für die Konkurrenz.

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16.04.2016, 06:00 Uhr

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