Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Kommentar · Abgasskandal

Mögliche Eskalation

Mit jeder Sprosse, die man erklimmt, schwankt die Leiter mehr. Diese Worte des Schriftstellers Hellmut Walters passen derzeit gut zu Volkswagen.

04.11.2015

Von THOMAS VEITINGER

Der Autobauer schien bis vor wenigen Tagen wieder voranzukommen. Nun werden seine Tritte durch den Abgas-Skandal erneut unsicherer. Der ganze Konzern schwankt.

Sollte es tatsächlich stimmen, dass auch größere Motoren mit der Betrugssoftware versehen sind, wären wohl auch Porsche und Audi mit baugleichen Antrieben betroffen. Der Skandal scheint zu eskalieren: alles wäre möglich.

Leider spricht einiges dafür. Die US-Behörde EPA hat keinen Grund, Vorwürfe zu erfinden. Warum soll der VW-Konzern nicht auch bei größeren Motoren manipuliert haben, wenn der Betrug bei kleineren gelang und so lange unentdeckt blieb?

Bis zum Beweis der Schuld gilt die Unschuldsvermutung. Sollte aber VW-Tochter Porsche gelogen haben, kommt noch ein Punkt hinzu: Der Sportwagenbauer hatte in den vergangenen Wochen Zeit, Manipulationen zu überprüfen. Hat er es getan? Ist den Autobauern dabei noch zu trauen? Oder kommt scheibchenweise ans Licht, was sich sowieso nicht verbergen lässt. Und: Sagt VW-Chef Matthias Müller die Wahrheit? Er müsste als Ex-Porsche-Chef von den Manipulationen gewusst haben.

Zum Artikel

Erstellt:
4. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
4. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. November 2015, 12:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen