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Hip und schick zugleich

Monika Langer nutzt die leer stehende Parfümerie Gradmann als Ausstellungsraum

Monika Langer eröffnete am Sonntagabend ihre Ausstellung in der ehemaligen Parfümerie Gradmann am Rottenburger Marktplatz. Bis Donnerstag zeigt die Grundschul-Lehrerin dort Collagen.

22.07.2014
  • Katharina Tomaszewski & Michael Hahn

Rottenburg. „Ich habe eine Baustelle übernommen, die ich erst mal kehren musste“, erzählte Monika Langer bei der Vernissage am Sonntag. Kabel hängen von den kahlen Wänden, Glühbirnen leuchten ohne Lampenschirm. „Das hat etwas Berliner Flair: Hip und schick zugleich“, findet Langer. Ihre Tochter lebt in Berlin.

Nachdem die Parfümerie Gradmann direkt neben dem Marktbrunnen vor anderthalb Jahren schloss, stand der Laden lange leer. Zum 1. Juli übernahm das Eiscafé Rino die Räume.

Dessen Betreiber Micolino Luciano erlaubte Langer, den leer stehenden Raum für einige Tage zu nutzen. Über die Miete solle sie sich keine Gedanken machen, habe Luciano ihr gesagt, berichtet Langer. Nach der Kunstausstellung soll der Umbau beginnen.

Die Rottenburger Kunstlehrerin nimmt derzeit eine einjährige Auszeit vom Beruf. Zuvor unterrichtete sie an der Kiebinger Grundschule; im September wird sie an der Hohenbergschule wieder einsteigen. „Die Ausstellung ist das Finale Furioso für mein Frei-Jahr“, sagt die 58-Jährige. Danach, im Berufsalltag, werde ich voraussichtlich nur noch wenig Zeit für ihr eigenes künstlerisches Schaffen bleiben.

Es ist Langers erste öffentliche Ausstellung in Rottenburg. Zuletzt hatte sie in der Hechinger Villa Eugenia einige Arbeiten gezeigt.

Sie sei bereits seit ihrer Jugend künstlerisch tätig. Zuletzt besuchte sie einen Kurs in Materialcollage an der Sommerakademie Schloss Rotenfels (bei Karlsruhe). Ihr Lehrer, der Schweizer Robert Süess wurde zu einem ihrer künstlerischen Vorbilder.

Während der Auszeit starb Langers Vater. „Trotzdem ist keines der Bilder traurig geworden“, sagt die 58-Jährige. Ein Bild, welches sie im Andenken an ihren Vater gemalt hat, heißt „In geschützten Gärten“ – in sattem Rot und Gold. Langers Ehemann Karl-Heinz Rauch findet: „Sie hatte schon immer ein Auge für Schönheit und Ästhetik.“

Fetzen aus Zeitungen, Katalogen, Pflanzen und Rinde: Monika Langer verwendet in ihren Bildern viele kleine Einzelteile mit unterschiedlichen Strukturen. Mehrere Schichten Farbe geben dem Bild Tiefe. So besteht das Bild „Ich selbst muss es tun“ aus Noppenfolie, Wellpappe und Seidenpapier, die Langer mit Acrylfarbe anmalte. Zum Schluss strich sie flüssiges Wachs auf eine Ecke des Bildes und ritzte Linien hinein. Verschiedene Weißten und ein bisschen Gold, mehr Farben hat das Bild nicht.

Zur Vernissage am Sonntagabend kamen gut 30 Besucher. Francesco Semeraro spielte zur Eröffnung „My heart will go on“ von Céline Dion auf dem Keyboard.

Info: Die Austellung ist noch bis Donnerstag täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen im Internet unter kunstraumlanger.de

Monika Langer nutzt die leer stehende Parfümerie Gradmann als Ausstellungsraum
Früher Parfüm, künftig Eis – in der Zwischenzeit nutzt Monika Langer die leer stehenden Ladenräume für eine Kunst-Ausstellung. Bild: Tomaszewski

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22.07.2014, 12:00 Uhr

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