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Für eine bessere Kindesreife

Morgen startet das Landesförderprogramm „Singen-Bewegen-Sprechen“

Morgen startet in ganz Baden-Württemberg das neue Landesförderprogramm „Singen-Bewegen-Sprechen“. In Kooperation mit der Musik-und Kunstschule Freudenstadt profitieren fünf Kindergärten aus Freudenstadt und Dornstetten vom Programm.

30.09.2010
  • MONIKA SCHWARZ

Freudenstadt. Mit dem bundesweit bislang einmaligen Förderprogramm soll in den kommenden Jahren für Kinder vom Kindergarten bis zur 4. Klasse ein durchgängiges, ganzheitlich-musikalisches Bildungsangebot geschaffen werden. Ziel ist dabei, durch Stärkung des Selbstbewusstseins und der Persönlichkeitsentwicklung das sozialintegrative Verhalten der Kinder deutlich zu verbessern und so beispielsweise Kinder mit Migrationshintergrund – aber nicht nur diese – nachhaltig pro Schulreife zu fördern.

Praktisch funktioniert das so, dass die Kinder wöchentlich in 45-minütigen Einheiten Impulse in den Bereichen Singen, Bewegen und Sprechen von einer musik-pädagogischen Fachkraft bekommen. Diese werden anschließend in den Kindergartennalltag integriert.

Im Rahmen der Kooperation mit der Musik- und Kunstschule wird die Rhythmiklehrerin Ruth Wörner diesen Part übernehmen. Das Programm startet morgen mit rund 1000 Kooperationen im letzten Kindergartenjahr, ab 2011 wird dann sukzessive ein weiterer Jahrgang bis zur 4. Grundschulklasse einbezogen. Rund 8000 Bildungskooperationen werden so bis zum Jahr 2015/2016 entstanden sein.

„Es passiert nicht häufig, dass ein Projekt gestartet wird, bei dem die örtlichen Träger und die Kommunen nichts zuzahlen müssen. Ich finde das sehr bemerkenswert, ein Schritt in die richtige Richtung“, lobte der Vorsitzende des Trägervereins der Musik- und Kunstschule, Volker Henne.

Begeistert zeigte sich auch Johannes Grebe vom Referat für kulturelle Angelegenheiten beim Kultusministerium. Er hat selbst am Programm mitgeschrieben, und es freute ihn besonders, dass die Musik- und Kunstschule Freudenstadt gleich bei vier beziehungsweise fünf Kindergärten zum Zuge kommt. Dies sind in Freudenstadt der Taborkindergarten, der Sankt Angela-Merici Kindergarten, der Kindergarten in der Goethestraße gemeinsam mit dem Manbachkindergarten und der St. Franziskuskindergarten in Dornstetten.

Weiterführend sind danach auch die Hartranftschule, die Theodor-Gerhardt-Schule sowie die Grundschule Dornstetten in das Projekt eingebunden. Bei der Auswahl der Kindergärten – von 1700 gestellten Anträgen kamen 1000 zum Zuge¨– hat die Kommission ihr Augenmerk darauf gerichtet, dass Kindergärten mit einem höheren Migrationsanteil zum Zuge kommen, dass andererseits aber auch flächendeckend gefördert wird.

Für Christian Pöndl, den Leiter der Musik- und Kunstschule, war die für die Vorbereitung zur Verfügung stehende Zeit relativ knapp. Erst vor wenigen Monaten hatten die Musikschulen überhaupt von dem Projekt erfahren. Dass die Landesregierung trotz aller Sparmaßnahmen rund 16 Millionen Euro in diese neue Bildungsoffensive investiert, freut ihn.

Und dass das Programm überhaupt umgesetzt werden kann, ist auch ein Verdienst des Landesverbandes der Musikschulen und des Landesmusikverbandes.

Für Reinhold Beck als für Kindergartenangelegenheiten zuständiger Vertreter der Stadt ist das Projekt „ein richtig guter Einstieg“, bei dem es allerdings noch ein paar Fragen zu regeln gibt.

Etwa die, was mit den Kindergärten passiert, die nun nicht berücksichtigt werden konnten, aber trotzdem großes Interesse am Projekt gezeigt haben. Hier will man nun versuchen, für alle befriedigende Lösungen zu finden.

Neben den Leiterinnen der beteiligten Kindergärten sind nun gerade auch die Grundschulrektoren und die Vertreter der Kindergärten gespannt, wie das Projekt „Singen-Bewegen-Sprechen“ anlaufen wird. An der Freudenstädter Hartranftschule läuft ein ähnliches Projekt seit zwei Jahren. Konrektor Michael Schwarze weiß ausgesprochen positive Ergebnisse zu berichten – sowohl was die Konzentrationsfähigkeit anbelangt als auch hinsichtlich der Teamfähigkeit der Kinder. Auch der Dornstetter Rektor Hermann Friedrich findet es „wunderbar“, dass das Land endlich etwas anstößt, auf das man schon lange gewartet hat. Was ihm dabei besonders gefällt, ist, dass Fachkräfte am Werk sind und nicht etwa Laien.mos

Schulen und Kindergärten erwarten nur positive Resultate

Morgen startet das Landesförderprogramm „Singen-Bewegen-Sprechen“
Sie alle werden in unterschiedlichen Funktionen in den nächsten Jahren mit dem Landesförderprogramm „Singen-Bewegen-Sprechen“ befasst sein (von links): Christian Pöndl (Schulleiter Musik-und Kunstschule Region Freudenstadt), Rhythmikleiterin Ruth Wörner, die Kindergartenleiterinnen Ute Moisel, Daniela Heizmann, Sabrina Bronner, Susanne Schmid und Svenja Maulbetsch sowie Volker Henne (Vorsitzender des Trägervereins der Musik- und Kunstschule) und Johannes Grebe als Vertreter des Kultusministeriums.Bild: mos

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30.09.2010, 12:00 Uhr

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