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Nix wie weg!

Morgenstimmung mit Mordgedanken

Man kennt das: Da will man weg, nur weg! Weil, Himmel-Arsch-und-Zwirn, weil alle blöd! Bloß keinen mehr sehen. So sitzt man da eingekeilt im Flieger – und Nachbar Brösel oder Kollege Brummel fläzt zwei Reihen weiter vorne. Krakeelt, guckt, giert. Schon vor dem Sicherheits-Ballett keimen: Mordgedanken.

18.10.2016

Von FABIAN ZIEHE

Abflug Icon Foto: © Erhan Ergin - fotolia.com

Ob der grüne Tübinger OB Boris Palmer ähnliches für den schwarzen Innenminister Thomas Strobl empfindet? Man weiß es nicht. Das äußert nicht mal ein Palmer auf Facebook. Doch seine Entdeckung auf dem Vorfeld aus dem Fenster am Gate heraus teilt er, na klar, mit der Community: Ein VIP-Flughafenauto vorn, zwei Limousinen, ein Streifenwagen hinten: Da steigt doch der Strobl-Thomas aus, ze fix! So lässt sich Herr Minister also zum Flieger karren. Also gleich mal Foto machen und online teilen.

Dass es Strobl ist, belegt dieser – per Facebook. „Morgenstimmung am Stuttgarter Flughafen. Auf dem Weg zum Präsidium der CDU Deutschlands“, postet der zum Schnappschuss aus dem Flieger. Palmer schreibt ihn gleich direkt an: „Also meine Stimmung war nach 45 Minuten Warten am Boden.“ Ha ha ha! Hab dich geseeee-heeen!

Keimen da nun bei Strobl Mordgedanken? Man weiß es nicht. Im Weiteren beharken sich nur noch die Facebook-Fangemeinden. So so, ein Grüner fliegt. So so, ein Schwarzer muss sich bis zur Treppe karren lassen. Das Übliche. Wie gut, dass da endlich die Anschnall-Lichter angehen. Weg, nur weg!

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Erstellt:
18. Oktober 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. Oktober 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2016, 06:00 Uhr

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