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Mit 238 Sachen über die Bundesstraße bei Rottenburg

Motorradfahrer schafft landesweiten Spitzenwert des Blitzmarathons

Die zweifelhafte Ehre des baden-württembergischen Tagessieges beim 24-Sunden-Blitzmarathon am Donnerstag holte sich ein Motorradfahrer unweit von Rottenburg.

19.09.2014
  • Hans-Jörg Schweizer

Tübingen/Reutlingen. Das Stuttgarter Innenministerium hat sich beim Blitzmarathon in der eigenen Polizeireform verirrt: Als Zwischenstand der Geschwindigkeitskontrollen meldete das Ministerium am Donnerstag einen rekordverdächtigen Autofahrer, der angeblich mit 238 Sachen bei Reutlingen unterwegs gewesen sei. Tatsächlich hatte das dortige Polizeipräsidium aber lediglich ein nicht genauer definiertes Fahrzeug aus seinem Zuständigkeitsbereich gemeldet.

Motorradfahrer schafft landesweiten Spitzenwert des Blitzmarathons
Blitzmarathon: Eine von 22 Messstellen im Landkreis war bei der Tübinger Kelter.

Der erstreckt sich jedoch seit der Reform von Esslingen bis Rottenburg. Genau dort, ganz im Westen auf der B 28 a zwischen Rottenburg und der A 81, erreichte in Wahrheit ein Motorradfahrer den landesweiten Spitzenwert von 238 bei erlaubten 100 Stundenkilometern. Abzüglich Toleranz eine Überschreitung um 130 Stundenkilometer. Dagegen nimmt sich der Schnellste aus dem Nachbarkreis Reutlingen, der mit 32 Stundenkilometern zu viel auf der B 313 bei Hohenstein-Oberstetten unterwegs war, geradezu harmlos aus.

Geblitzt wurde mit allen verfügbaren Geräten: im Kreis Tübingen an 22 (Kreis Reutlingen: 32) von Bürgern vorgeschlagenen Stellen. Behörden und Kommunen blitzten von 11.915 (14.402) gemessenen Fahrzeugen allein 7411 (11.305), alle anderen Messungen erledigten die 42 (92) eingesetzten Polizisten. Im Kreis Tübingen waren die Leute am Donnerstag deutlich flotter unterwegs: 440 der Gemessenen waren schneller als erlaubt, im Kreis Reutlingen nur 177. Zehn Fahrern im Kreis Tübingen droht gar ein Fahrverbot, im Kreis Reutlingen nur einem.

Die meisten Verkehrsteilnehmer hielten sich am Donnerstag an die Höchstgeschwindigkeiten oder überschritten sie nur geringfügig, lobt die Polizei in ihrer Bilanz. Fast 1000 Fahrer im Bereich des Reutlinger Präsidiums waren aber trotz aller Warnungen an einer der im Voraus veröffentlichten Messstellen zu schnell unterwegs.

Für den Herbst hat das Polizeipräsidium weitere Schwerpunktaktionen für mehr Verkehrssicherheit im Programm. Auch weitere Geschwindigkeitskontrollen – dann aber unangekündigt.

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19.09.2014, 12:00 Uhr

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