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Figurenspiel

Mrs. Nana und ihre alten Liebschaften

Die neue Produktion des Friedrichsbau-Varietés hat ihre Wurzeln im ostsibirischen Jahrmarkt.

20.04.2017
  • INGRID SACHSENMAIER

Stuttgart. Regisseur Ralph Sun und sein Team vom Friedrichsbau-Varieté sind dafür bekannt, dass sie mit ihren Eigenproduktionen den Zeitgeist aufspüren. Ab Freitag werden nun in „Mrs Nana's Gallery“ die Puppen tanzen. Die Bühne wird zu einer Kunst-Galerie, in ihr lässt deren Leiterin und Besitzerin, Mrs Nana, ihre Vergangenheit noch einmal aufleben. In nanaischen Spielen stellt sie illustre Weggefährten und Künstler vor.

Zu ihren verflossenen Liebschaften gehören Luft-Akrobaten, Jongleure, ein Tier-Dresseur, der unter anderem mit seiner Hündin Loulou für unbeschwerte Unterhaltung sorgt, ein Magier sowie ein Zauberkünstler.

So ungewöhnlich Mrs Nana selbst ist, so ungewöhnlich sind natürlich auch ihre Freunde und deren Geschichten. „Ein Kabinett-Stück“, nennt es Regisseur Ralph Sun, der schon lange an der Ausarbeitung feilt und seit Sonntag mit den internationalen Künstlern vor Ort probt. Bei diesem „Schmankerl“ wird die Rahmenhandlung in den Vordergrund gerückt.

Nanaische Spiele sind eine Kunstform, die in Ostsibirien entstanden ist und vornehmlich auf Jahrmärkten gepflegt wurde und bis heute dort verbreitet ist. Die Nanai sind ein kleines Völkchen in Ostsibirien. Gordon Leif hat ihre Art des Figurenspiels schon vor ein paar Jahrzehnten entdeckt und schlüpft nun im Varieté in die Rolle und das puppenartige, farbenfrohe Kostüm der extravaganten Diva, Mrs Nana. Sie ist 2,35 Meter groß, ausgesprochen skurill und lebt auf Schloss Silberstein.

Bis zum 17. Juni – also zwei Monate lang –- schlägt sie ihr Quartier in Stuttgart auf, dann geht das Varieté in die Sommerpause. isa

Info: Vorstellungen von „Mrs Nana's Gallery“ sind von Donnerstag bis Samstag jeweils um 20 Uhr, am Sonntag bereits um 18 Uhr (www.friedrichsbau.de).

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20.04.2017, 06:00 Uhr

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