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Wird der Kindi amputiert?

Mühlen soll ab 2011 angeblich nur noch eingruppig geführt werden

Die beim Elternabend am Mittwoch zufällig ans Tageslicht gelangte Information über die geplante Reduzierung des Angebots ab dem nächsten Kindergartenjahr schlug in Mühlen wie eine Bombe ein.

16.10.2010
  • Philipp Eichert

Mühlen. Klar, dass außer dem Personal, das zur Hälfte auf dann nur noch zwei Erzieherinnen abgebaut werden soll, insbesondere die Kindergarteneltern und der Elternbeirat aus dem Häuschen waren. Niemand wusste bis dahin davon. Ortsvorsteher Jochen Renk, der ebenfalls am Elternabend zugegen war, wusste laut Elternbeiratsvorsitzenden Marion Steiner davon, und betrachte die Reduzierung bereits für entschieden. Allerdings steht das Thema „Bedarfsplanung 2011“ erst auf der Tagesordnung der nächsten Ortschaftsratssitzung am Montag ab 19 Uhr.

Mit 14 Schulabgängern in die Grundschule Mühlen steht dem Kindergarten durchaus ein größerer Aderlass bevor, was man durch verstärkte Aufnahme von unter dreijährigen Kindern ausgleichen möchte, so der Elternbeirat. Das wäre bedenkenlos möglich, da hierfür eine Betriebserlaubnis bereits ausgesprochen wurde. Zurzeit betreuen vier Erzieherinnen zwei Gruppen mit einem zusätzlichen und umfangreichen Angebot. Dieses reicht von den Sporttagen für die Größeren am Montag und für die Kleineren am Dienstag über den Freitag mit Waldgang und Angebot der Musikschule bis hin zu regelmäßigen Kino- und Theaterbesuchen oder sonstigen Ausflügen und Besichtigungen. Zudem wird den Kids Unterricht in englischer Sprache angeboten. Alles Dinge, welche beim Wegfall von zwei Erzieherinnen nicht mehr angeboten werden könnten.

Gestern sind nun die Elternvertreter zusammen gekommen und haben ihre Gegenmaßnahmen organisiert. Schließlich war man sich einig, dass ein reduziertes Kindergartenangebot in Mühlen wenig Anreiz für junge Familien mit Kleinkindern gibt, um nach Mühlen zu ziehen. Mit der Unterschriftensammlung für die Erhaltung des jetzigen Kindergartenangebots wird sofort begonnen. Außerdem wird umgehend ein Gesprächstermin bei Oberbürgermeister Peter Rosenberger angestrebt. Daneben soll ausgelotet werden, wie viele Eltern einen vorzeitigen Kindergartenbesuch ihrer unter dreijährigen Kinder ins Auge fassen. Wenn notwendig, ist hierfür sogar die Gründung einer Elterninitiative vorgesehen. Man könnte hier bedenkenlos einen Mehrbedarf schaffen, zumal die Räumlichkeiten in dem separaten Kindergartengebäude und die entsprechende Betriebserlaubnis vorhanden wären und dieses spezielle wie auch die gesamten über den üblichen Rahmen hinausgehenden Angebote bisher schon vorzüglich funktioniert haben, stellt Marion Steiner heraus.

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16.10.2010, 12:00 Uhr

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