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Anlieger müssen Straßenlärm weiter ertragen

Mühlheimer Ortschaftsräte sauer auf späte Sanierung der Ortsdurchfahrt

Baulich in schlechtem Zustand sind in Mühlheim die Ortsdurchfahrt und der Friedhof. Diese beiden neuralgischen Stellen schaute sich der Ortschaftsrat am Samstag an.

14.07.2015
  • wolfgang heidepriem

Mühlheim. „Überall schmilzt der Teer, nur in Mühlheim schmilzt das Grafitti-Kunstwerk nicht“, schimpfte Barbara Klaussner bei der Ortsbegehung des Mühlheimer Ortschaftsrats am Samstag über die Anordnung des Straßenbauamts Rottweil, den Hoppelbelag in der Ortsdurchfahrt zu belassen. Die Behörde hatte darauf hingewiesen, dass der Sulzer Raum in den vergangenen Monaten gut bedient worden sei und zudem im August zwischen Mühlheim und Renfrizhausen ein neuer Belag aufgebracht werde. Die Ortschaftsräte waren enttäuscht von dieser Nachricht, die bedeudet, dass die stärker gewordene Lärmbelastung ein komplett neues Jahr ertragen werden muss. Nach wie vor beschweren sich Anlieger bei der Ortsvorsteherin über den Lärm, der durch eine falsche Reparatur des Straßenbelags durch ein Subunternehmen verursacht worde.

Klaussner hatte damit gerechnet, dass der Belag an den neuralgischen Stellen durch die Hitze zurückgeht, doch dies ist offensichtlich nicht der Fall.

Bevor die Gruppe beim Rathaus startete, dankte die Mühlheimer Ortsvorsteherin Wolfgang Heinzelmann, der mit Fronmeister Bernd Schuh die Wanderschilder mit dem Motto „Wanderung mit Badespaß“ angebracht hat. Ein Lob sprach Barbara Klaussner auch Karl Wezel aus, der vor dem Rathaus Grenzsteine abgelegt hat. Diese sollen in naher Zukunft auf der Grünflläche im Boden eingelassen werden. Die Grünflächen und die Blumenbeete beim Brunnen an der Kreuzung haben ehrenamtliche Helfer gepflegt, wofür Klaussner dankte.

Beim Renovieren des Brunnens an der Kreuzung Empfingen-Renfrizhausen-Fischingen erklärte sich Wolfgang Heinzelmann bereit, mitzuhelfen. Allerdings muss zunächst ein Fachmann her, um sich ein Bild von den großflächigen Verwitterungen zu machen. Ratsmitglied Dieter Kopp schlug vor, dass ein Steinmetz die Situation begutachten soll.

Mit Martin Sackmann, der bei der Stadt unter anderem für die Friedhöfe zuständig ist, möchte Ortsvorsteherin Barbara Klaussner eine separate Begehung des Friedhofes machen und die Punkte ansprechen, auf die die Ortschaftsräte hingewiesen haben. Gleich neben dem Eingangstor belegen viele Dauerparker die wenigen Parkplätze, weshalb es keinen Parkplatz für Friedhofsbesucher gibt. Besonders für Menschen mit Handicaps muss eine Lösung her. Klaussner gab bekannt, dass es zusätzlich im Herbst eine Verkehrsschau gibt. Dabei soll vorgeschlagen werden, drei Parkplätze für Friedhofsbesucher auszuweisen. Auf dem Friedhof informierte die Ortsvorsteherin über die Wegplatten, die neu gerichtet werden müssen. Durch Absenkungen sind richtige Stolperfallen entstanden. Im Herbst sollen diese Arbeiten in Angriff genommen werden, allerdings sind die hierfür zur Verfügung stehenden Mittel sehr begrenzt. Erfreut war Klaussner über das neue Grabfeld für Urnengräber. Die vorherigen Gräber sind erstaunlich schnell abgeräumt worden. Eine Rampe bei der Leichenhalle soll für Entlastung sorgen, denn Rollstuhlfahrer oder Menschen, die mit einem Rollator oder einem Kinderwagen unterwegs sind, haben Probleme, zur Leichenhalle zu kommen. Gerhard Günther hat sich Gedanken gemacht und eine Rampe angeregt. Allerdings müssen noch Fragen über die technische Sicherheit geklärt und mit dem Friedhofsamt besprochen werden. Der Wunsch nach einem Windschutz entlang der Fläche vor der Leichenhalle dürfte problematisch sein – zum einen, weil dort zu wenige Stühle aufgestellt werden können und zum anderen, weil bei Pflegemaßnahmen Behinderungen für den Fronmeister zu erwarten sind. Die Mühlheimer Ortsvorsteherin dankte Gerhard Günther, der 40 Stühle von der Kirchengemeinde zur Verfügung stellen konnte und diese mit Ingrid Wezel gesäubert, repariert und in der Leichenhalle untergestellt hat.

Beim Ehrengrab an der Friedhofsmauer hat es noch immer keine Unterlagen gegeben. Vielleicht klappt dies in Zusammenarbeit mit Martin Sackmann besser, hofft Barbara Klaussner.

Ein Sorgenkind für die Ortschaftsräte ist die Friedhofsmauer, die nach Meinung Wolfgang Heinzelmanns zu nahe an der Straße liegt. Möglicher Verusacher der Risse könnte auch der Kastanienbaum mit seinen Wurzeln sein. Diesbezüglich soll es Untersuchungen geben. Womöglich könnte es durch eine Aktion wie in anderen Ortschaften gelingen, zum Beispiel als „Bürger für Mühlheim“, einige Leute zu bewegen, mitzuhelfen und den Putz an der Friedhofsmauer auszubessern.

Mühlheimer Ortschaftsräte sauer auf späte Sanierung der Ortsdurchfahrt
Bei der Ortsbegehung schauten sich die Ortschaftsräte aus Mühlheim mit Ortsvorsteherin Barbara Klaussner (Dritte von rechts) auch den Brunnen an, auf dessen Reparaturbedürftigkeit Wolfgang Heinzelmann (rechts) hinwies.Bild: wh

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14.07.2015, 12:00 Uhr

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