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Geflügelte Schönheiten

Mühringens „Vogelzucht- und Schutzverein“ feierte seinen 40. Geburtstag

Mehr als 300 Freunde von „Cardoliden“, Exoten, Kanarienvögeln und Sittichen aus der gesamten Region schauten übers Wochenende im Mühringer Schul- und Rathaus vorbei. Der Grund? Der örtliche „Vogelzucht- und Schutzverein“ feierte dort seinen 40. Geburtstag. Weit mehr als 100 Vögel waren zu bestaunen.

09.11.2015

Von Willy Bernhardt

Mühringen. Was die Herkunftslinien der verschiedensten Vogelrassen anbelangt, so stammen diese aus Afrika, Asien, Australien, Europa und aus den USA. Einige der schönsten Vertreter waren übers Wochenende in Mühringen in ihren Käfigen und Volieren zu bewundern. Ein bisschen stolz war der Mühringer Vereinschef Stefan Schneider schon, was da sein rühriger Verein nun schon zum 39. Mal auf die Beine gestellt hatte.

Dabei, so erinnert er sich, fing vor 40 Jahren alles ganz klein mit der Gründungsversammlung in der Mühringer „Post? an. Unter dem ersten Vorsitzenden Heinz Grahl fanden sich am 3. April 1975 Züchter aus Bad Imnau, Bittelbronn, Dettensee, Eyach und aus Haigerloch zusammen und gründeten damals den „Vogelzucht- und Schutzverein Mühringen?.

Vor allem Kanarienvögel, Papageien und Wellensittiche wurden in den Anfangsjahren gezüchtet. Da seinerzeit die Baden-Württemberger mit den Bayern einen gemeinsamen süddeutschen Landesverband gründeten, waren die Anfahrtswege zu den jeweiligen Zuchtschauen, die hauptsächlich im Bayerischen Wald anberaumt waren, aber auf Dauer zu weit. Deshalb beschlossen die Mühringer dann im Jahre 1977, dem Landesverband Schwarzwald des „Deutschen Kanarienbundes? (DKV) beizutreten. Und mit einer Ausnahme (seinerzeit wegen der grassierenden Vogelgrippe) gab und gibt es seither jährlich die Mühringer Vogelschauen, blickt der Eutinger Stefan Schneider zurück.

Mit viel Liebe zum Detail stellten die 13 Mitglieder (darunter elf Aktive und mit Theresa Uhl ein Jugendmitglied) die Ausstellung zusammen, in der es vor fliegenden und piepsenden Exoten nur so wimmelte.

Bereits am Samstagmorgen fanden sich zwischen 8 und 12 Uhr die Preisrichter Hans-Joachim Rein (Ammerbuch), Karl Ritzmann (Nebringen) und Erhard Sülter (Schramberg) im einstigen Mühringer Rathaus ein, um die verschiedensten Vögelarten genau unter die Lupe zu nehmen.

Insgesamt wurden übers Wochenende 94 Kanarienvögel, 30 so genannte „Cardoliden? (mehrfarbige Vögel), 40 Exoten und 22 Sittiche gezeigt. Neben den einheimischen Züchtern beteiligten sich auch drei Züchterkameraden aus Haigerloch, Rangendingen und Rottenburg an der Ausstellung. Und damit auch etwas in der Vereinskasse übrig bleibt, wurde eine Tombola angeboten.

Zum besten Einzelvogel bei den knallgelben Kanarienvögeln kürte die Jury mit 92 Punkten (was in der Szene als hervorragendes Ergebnis gilt) den Vogel von Harald Uhl aus Grosselfingen. Der gehört dem Mühringer Verein genau so an, wie weitere Kameraden aus Eutingen, Haigerloch, Heiligenzimmern, Mühringen und aus Salzstetten. Aus Anlass des 40. Geburtstages eventuell ein größeres Brimborium zu veranstalten, das ist nicht die Sache der Vogelzüchter- und Schützer. „Wir sind lieber im Stillen beieinander und pflegen unsere Kontakte in der kleinen Gruppe, weshalb wir auch von größeren Aktivitäten abgesehen haben?, hält Stefan Schneider fest.

Nach der Schau, steht schon die nächste Aufgabe an: Ab Ende November gilt es, die 250 Nistkästen im Eyachtal zu säubern und „winterfest? zu machen.

Weit mehr als 100 exotische Vögel waren am Wochenende in Mühringen zu bestaunen. Bilder: Kuball

Vorsitzender Stefan Schneider mit Kassiererin Undine Breisinger

Bei den besten „Exoten? gewann bei den Jungvögeln Undine Biesinger aus Haigerloch den ersten Preis und bei den Altvögeln dieser Kategorie lag Ralf Pfeffer (ebenfalls aus Haigerloch) in der Gunst der Preisrichter ganz vorne. Franz Widmaier aus Rangendingen lag mit seinem Grünfink bei den „Cardoliden-Finken) ganz vorne und für den besten Mischling aus Feuerzeisig und Kanarienvogel wurde Johann Dörner aus Salzstetten ausgezeichnet. Den besten Groß-Sittich stellte der Ahldorfer Winfried Noll und Undine Breisinger erhielt die Bestnote für ihren „Roten Ameranten? und Mühringens Vereins-Chef Stefan Schneider für seien Berg-Sittich. Johann Dörner siegte zudem mit seinem roten Kanarienvogel. Auch Stefan Schneiders Frau Anita landete mit ihrem Kanarienvogel ganz oben auf dem Treppchen. Für den schönsten Wellensittich wurde Peter Heckner aus Unterjettingen prämiert.

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Erstellt:
9. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
9. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. November 2015, 12:00 Uhr

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