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Gespart wurde nichts

Mühringer Rathausheizung kannte nur Voll-Last

Ein böses Erwachen gab es letztes Frühjahr auf dem Mühringer Rathaus als Ortsvorsteherin Monika Fuhl den ersten Verbrauchsvergleich zwischen der alten 50-jährigen Heizung des Rathausgebäudes und der im Herbst 2014 neu eingebauten Heizung vornahm. Die von ihr erwartete und auch vorhergesagte Verbrauchs-Einsparung von bis zu 20 Prozent löste sich in Luft auf, denn die Öl-Kosten von einst deckten sich mit den neuen Kosten für Pellets.

09.11.2015

Mühringen. Die Erneuerung der Heizungsanlage im Rathausgebäude mit Rathaus, Turnhalle, Kindergarten und Hausmeisterwohnung war erstmals im April 2013 Thema im Mühringer Ortschaftsrat. Ein Gutachter hatte zuvor zwei Systeme vorgeschlagen und deren Kosten errechnet. Was er aber offensichtlich nicht tat, die damals schon 50-jährige Heizungsanlage auf ihre weitere Verwendungsfähigkeit bezüglich Heizverteilung und Heizungsregelung hin zu überprüfen und gegebenenfalls auch einen Austausch vorzuschlagen.

Er beließ es nämlich dabei eine Anlage, die sowohl auf Pellets und Hackgut ausgerichtet war, aber auch das Verheizen von Getreide und Stückgut ermöglicht und auf 100 KW ausgelegt war, zu favorisieren. Die Installations-Kosten beliefen sich seinerzeit auf 43 385 Euro und die kalkulierten Jahresbetriebskosten insgesamt auf 5191 Euro. Die Einsparung wurde vor allem beim jährlichen Verbrauch deutlich. Bei 14 215 Litern Heizöl fielen im letzten Abrechnungsjahr noch 12 794 Euro an, während mit einer neuen Heizung von 3635 Euro auszugehen war.

Der Kostenanteil für das Mühringer Rathaus (inklusive Hausmeisterwohnung) wurde später bei einem 25-prozentigen Anteil der bereinigten Gesamtkosten in Höhe von 46 535 Euro auf 11 633 Euro angehoben. Die anteiligen Kosten für Mühringen werden über die Heizkostenabrechnung an die Stadtwerke über mehrere Jahre abbezahlt.

Heizung nicht richtig eingestellt

Für das Mühringer Budget eine optimale Lösung, wäre da nicht der niederschmetternde Betriebskosten-Vergleich der Ortsvorsteherin. Ihre daraufhin einsetzenden Recherchen ergaben, dass die neue Heizung korrekt funktioniere, die aber noch alte Heizleistungs-Verteilung und Heizungsregelung nicht mehr heutiger Standard sind. Letztlich wurde die Heizleistung nicht reguliert und dem Bedarf angepasst und kannte Sommer wie Winter nur Voll-Last.

Verständlich, dass am Freitagabend in der jüngsten Ortschaftsrat-Sitzung sich die Ortschaftsräte ziemlich ungehalten zeigten, zumal die Behebung durch einen gebrauchten Verteiler nochmals Kosten in Höhe von etwa 4500 Euro verursacht. Hinzu kommt, dass die Gewährleistung der Firma, welche die Heizung eingebaut hat, hiervon nicht tangiert wird. Diese hatte nur die Kesselanlage zu ersetzen. Und diese funktioniert einwandfrei.lpe

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Erstellt:
9. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
9. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. November 2015, 12:00 Uhr

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