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Muhhhhh

milchwerbung– was steckt hinter der Idylle? Viele Milchhersteller buhlen mit einem ganzen Sortiment unterschiedlicher Milchsorten um die Gunst der Kunden.

26.02.2016

Von Tipps vonSabine Holzäpfel, Verbraucherzentrale Baden-Württemberg | Foto: grafikplusfoto/fotolia.com

Idyllische Abbildungen von saftig grünen Wiesen und weidenden Kühen sollen die Produkte vertrauenswürdig und nachhaltig erscheinen lassen. Hinzu kommen Namen wie Weidemilch oder Heumilch, die eine besondere Ernährung der Milchkühe und eine Extraportion Natur und Ursprünglichkeit versprechen. Doch was steckt hinter der Idylle auf der Milchpackung? Oft erschreckend wenig. Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale hat ergeben, dass 32 der insgesamt 37 betrachteten Produkte mit einer speziellen Fütterung, Tierhaltung oder gleich beidem beworben wurden. Das Problem: Egal ob Weidemilch, Heumilch oder Landmilch – keiner dieser Begriffe ist gesetzlich geregelt. Die Hersteller legen selbst fest, was sich hinter den Bezeichnungen verbirgt. Ob die Definition der Hersteller und die Erwartungen der Hersteller übereinstimmen, ist fraglich:

So wird bei Heumilch nicht nur getrocknetes Gras gefüttert, sondern auch Kraftfutter. Ähnlich bei Weidemilch: Die Milchkühe stehen in der Regel nur einen Teil des Tages und einige Monate auf der Weide, die Hauptfütterung findet im Stall statt. Und was sich hinter einer Landmilch verbirgt, ist völlig unklar. Damit solche Bezeichnungen nicht bleiben, was sie jetzt sind – nämlich nichts als eine Marketingstrategie der Hersteller – müssen klare Regeln her. Damit für Verbraucher erkennbar ist, was sich hinter den Bezeichnungen verbirgt, müssen diese rechtlich eindeutig definiert und die Einhaltung der festgelegten Standards muss unabhängig kontrolliert werden. So ist es derzeit nur für Bio-Milch verlässlich geregelt.

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Erstellt:
26. Februar 2016, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
26. Februar 2016, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2016, 01:00 Uhr

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