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Glamour und Gemütlichkeit mit „Anything Goes“

Musical-Mosaik im Kusterdinger Klosterhof

Von den Labyrinthen der Pariser Oper bis in die afrikanische Savanne: Mit einem Musical-Mix brachte der Jettenburger Chor „Anything Goes“ am Sonntag einen Hauch Broadway in den Klosterhof.

26.06.2012
  • Madeleine Wegner

Kusterdingen. Mit „erlaubt ist, was gefällt“ kann man den Namen des Jettenburger Musicalchors übersetzen, der wie ein Broadway-Musical Cole Porters heißt: „Anything Goes“. Und das Musical-Programm am Sonntagabend im Klosterhof gefiel nicht nur: Was die über 20 Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Günter Sopper auf die Bühne brachten, war eine beeindruckende Leistung.

Seit 2006 hat sich der Chor den Musical-Liedern und Broadway-Songs verschrieben. Dabei ist „Anything Goes“ aus einem Projektchor des Liederkranzes Jettenburg entstanden, um das Gesangs-Repertoire des Vereins zu erweitern und die Lust am Singen aufzufrischen. Über hundert Zuhörer verfolgten im Klosterhof das gut zweistündige, kurzweilige Programm. Medleys von gleich fünf Musicals hatte der Chor einstudiert und auf Einladung des „Arbeitskreises Kunst im Rathaus Kusterdingen“ präsentiert.

Mit Ausschnitten und Liedern aus Andrew Lloyd Webbers „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ eröffneten die Musiker den Abend. Bei „Close Every Door“, das Joseph in seiner engen Gefängniszelle sang, war die Bedrängnis regelrecht zu hören. Das Lied des Pharao hingegen ließ keinen Zweifel daran, dass der ägyptische König ein „King of Rock’n’Roll“ gewesen sein muss.

Doch die Musiker reihten nicht nur einzelne Musical-Hits aneinander. Kurze Szenen aus der eigentlich biblischen Geschichte über Joseph, den seine Brüder aus Eifersucht verkaufen, leiteten von einem Lied zum nächsten über. Am Sonntag gab es neben manch beeindruckender Stimme auch einige Schauspieltalente zu entdecken. Die Schauspiel-Einlagen hatten sich die Chormitglieder selbst ausgedacht und erarbeitet.

Die Choreografie für einzelne Songs hatte die Jazz-Sängerin Jane Rudnick für den Chor erstellt. Conny Reese begleitete den Chor am Keyboard und trug mit passenden Klangfarben zu den ganz unterschiedlichen Stimmungen bei. Beim „Benjamin Calypso“ aus dem „Joseph“-Musical etwa erzeugte sie auf den Tasten karibischen Steeldrum-Sound.

Zwischen den fünf Musical-Medleys sorgten aus Chormitgliedern unterschiedlich besetzte Ensembles für noch mehr Abwechslung. „Als kleine Verschnaufpause“, wie Dirigent Sopper sagte, streuten die Ensembles einzelne Lieder wie „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ (aus dem „Dschungelbuch“) oder George Gershwins „I Got Rhythm“ in das Programm ein.

Vom biblischen Ägypten über ein jüdisch-ukrainisches Städtchen („Anatevka“) ging es in die unterirdischen Labyrinthe der Pariser Oper. Es war mutig, Hits aus dem „Phantom der Oper“ in das Programm aufzunehmen, doch die Sängerinnen und Sänger lieferten eine souveräne Interpretation von Liedern wie „Angel of Music“ oder „Think of Me“.

„Auf nach Afrika“, rief Chorleiter Sopper schließlich zum letzten Programm-Punkt auf, dem „König der Löwen“. Die Chormitglieder pirschten suchend über die Bühne und verwandelten diese durch Tiergeräusche in eine Savanne. Den Titelsong sangen sie in der ungekürzten Originalfassung von Elton John. Andere Lieder wie das „Putz weg“ der hungrigen Hyänen oder das Lied „Ich will jetzt gleich König sein“ des ungeduldigen Simba jedoch in der deutschen Version.

Für den starken Beifall des Publikums bedankte sich der Chor mit einer A-Capella-Version von „The Lion Sleeps Tonight“. Verbunden mit einer Choreografie, die Varieté-Flair verbreitete, brachte der Chor schließlich noch seinen namensgebenden Titel „Anything Goes“ auf die Bühne.

Musical-Mosaik im Kusterdinger Klosterhof
Woher einen Ehemann nehmen? Das fragen sich verzweifelt und verträumt die Töchter des armen Tevje am Waschtag auf der Klosterhof-Bühne. Denn auch das Musical „Anatevka“ hatte der Chor „Anything Goes“ im Programm.

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26.06.2012, 12:00 Uhr

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