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Vorweihnachtliches Geschenk

Musikverein Hirrlingen spielte in der Martinus-Kirche für Mukoviszidose-Kranke

Zum Benefizkonzert für den Mukoviszidose-Verein Tübingen in der Hirrlinger Sankt-Martinus-Kirche kamen rund 450 Menschen. Sie bekamen in der überfüllten Kirche ein abwechslungsreiches weihnachtliches Programm geboten.

09.12.2014
  • Dunja Bernhard

Hirrlingen. Schon eine viertel Stunde vor dem Konzert am Sonntagabend war der letzte Platz besetzt. Viele Hirrlinger ahnten wohl, dass es voll werden würde. Wer jetzt noch kam, musste stehen. Und es kamen noch einige. Selbst hinter den Bankreihen und auf den Emporen wurde es eng.

Tatjana Glatz, Gaby Weinmann und Conny Schuler hatten das Benefizkonzert für den Mukoviszidose-Verein Tübingen organisiert. Der Anlass ist ein trauriger. Die Schwestern Tatjana Glatz und Gaby Weinmann haben an Mukoviszidose erkrankte Kinder. Zwei verstarben an dieser unheilbaren Krankheit. Aus ihren Leid heraus entwickelten die Mütter Engagement und begeisterten weitere Akteure.

Dass ein Heilmittel gefunden werde, treibe die Eltern Tag und Nacht an, sagte Cousine Conny Schuler. Doch die „Suche nach einem Wunder“ kostet Geld. Einen Beitrag dazu wollten die drei Cousinen mit den Musikern am Sonntag leisten. „Denn die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagte Schuler.

Das Gleichnis von den vier Kerzen

Zu diesem viel bemühten Zitat erzählte sie eine eindrückliche Geschichte. Vier Kerzen brannten an einem Adventskranz. Doch angesichts der Kriege auf der Welt und zwischen den Menschen verlosch die erste namens Frieden bald. Ein Luftzug blies die zweite aus, die für den Glauben stand. Der dritten, welche die Liebe symbolisierte, ging die Kraft aus. Ein Kind, welches das Verlöschen der Kerzen beobachtet hatte, weinte. „Ihr sollt doch brennen“, jammerte es. „Hab keine Angst“, sagte da die vierte Kerze, „ich bin die Hoffnung. So lange ich noch brenne, kannst du die anderen drei wieder anzünden.“

Der Musikverein Hirrlingen unter der Leitung von Jean Lopez-Diaz begann mit der sehr bewegenden Titelmelodie „Gabriella’s Song“ aus dem Kinofilm „Wie im Himmel“. Unterlegt von tiefen Tubatönen übernahm die Klarinette die Gesangsstimme. Nacheinander setzten die anderen Instrumente ein. Dieses Lied, das Gabriella’s Befreiung aus erdrückenden familiären Verhältnissen hin zu Gemeinschaft und der Freiheit des Himmels vertont, rührte auch dieses Mal einige Zuhörer zu Tränen. Der Musikverein ließ diesem emotionalen Einstieg ein Requiem von Julius Fucik folgen. Beim Gospel „Oh, happy day“ mit eingängiger Percussion klatschte das Publikum mit.

Als „Die drei Cousinen und ihr Vetter“ trugen Schuler, Weinmann, Glatz mit Thorsten Schneider alpenländische Weihnachtslieder vor und brachten so ein Stück Tiroler Gemütlichkeit in die Hirrlinger Kirche.

Beeindruckend und zugleich fast zu mächtig erklangen die fünf Alphörner, gespielt von Bläsern des Musikvereins. Die Kirche schien das Klangvolumen der Instrumente, die gebaut wurden, um über Täler hinweg ihren Klang zu entfalten, nicht fassen zu können.

Eine ganz andere Klangfarbe brachten die als Doppelquartett angekündigten Sänger in das abwechslungsreiche Konzert. Nachzählen ergab jedoch nur sieben Vertreter des Männergesangvereins Gosselfingen. Mit ihrer Dirigentin Annekatrin Fecker konzertierten sie deutsche und englische Loblieder zu Ehren Gottes und Maria.

Spenden von regionalen Geschäften

Nach dem Konzert luden die Veranstalter zu einem geselligen Beisammensein vor der Kirche bei zwar kühlen Temperaturen, aber in feierlich geschmückter Umgebung ein. Die angebotenen Speisen und Getränke waren Spenden der Hirrlinger Bäckerei Leins, der regionalen Metzger Beuter, Narr, Heck, Zeeb und des Getränkehändlers Beuter. „Komplett Hirrlingen unterstützt den Mukoviszidose-Verein immer wieder seit vielen Jahren“, sagte Tatjana Glatz. Das sei nicht selbstverständlich.

Musikverein Hirrlingen spielte in der Martinus-Kirche für Mukoviszidose-Kranke
Der Musikverein Hirrlingen unter der Leitung von Jean Lopez-Diaz spielte bei diesem Benefizkonzert in Hirrlingen. Beeindruckend und zugleich fast zu mächtig erklangen die fünf Alphörner, gespielt von Bläsern des Musikvereins. Bild: Bernhard

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09.12.2014, 12:00 Uhr

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