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Ganz närrische Anfänge

Musikverein Weiler feiert am Wochenende sein 25-jähriges Bestehen

Der Musikverein Weiler entstand vor 25 Jahren aus einer Fasnetskapelle. Die ersten Mitglieder mussten das Musizieren von der Pike auf lernen. Heute spielen in Aktiven- und Jugendkapelle rund 50 Bläser und Schlagwerker.

07.07.2014
  • Dunja Bernhard

Weiler. Nach dem Rottenburger Fasnetsumzug 1987 entstand bei einigen Weilermern der Wunsch, im nächsten Jahr als Fasnetskapelle mitzugehen, erzählt Reinhold Denger, langjähriger Erster Vorsitzender des Vereins. „Das war ein recht ehrgeiziges Ziel.“ Denn keiner von ihnen konnte bis dahin ein Instrument spielen. Im Dorf bekannte Musiker wurden um Unterstützung gebeten. Die Initiatoren warben im Gemeindeboten für ein erstes Treffen. Der Grundstein für die Weiler Pfommasäck war gelegt, aus denen später Musikverein und Narrenzunft entstanden.

„Dann ging’s daran, Instrumente zu beschaffen“, berichtet Denger. Zunächst hätten sie viele Trompeten gehabt und nach Zahlen gespielt. Manfred Hillmayr und Norbert Saecker leiteten die angehenden Bläser an. Schon Heiligabend 1987 zogen rund 15 Weilermer durch den Flecken und spielten Weihnachtslieder. Im Frühjahr drauf hätten sie eine „super Fasnet“ gehabt, sagt Denger. Ehefrauen und Kinder waren mit dabei.

Doch die Fasnetsmusiker wollten mehr. In Heinrich Ruf fanden sie einen erfahrenen Dirigenten, der den Bläsern montagabends („Bis heute proben wir am Montag“) das „Handwerk des Musizierens“ mit Noten und Harmonielehre nahe brachte. Als dieser aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste, übernahm sein Sohn Harald Ruf die musikalische Leitung. Weitere Instrumente kamen hinzu, und so mancher Musiker fand sich plötzlich mit einer neuen Tonlage konfrontiert. „Über einen Kollegen besorgte ich damals eine Tuba“, erzählt Denger. „Dann spielst du auch die Tuba“ habe der Dirigent daraufhin zu ihm gesagt.

Den ersten großen Auftritt hatte die junge Kapelle 1988 am Heiligen Abend in der Christmette. „Doch nicht alle wollten regelmäßig so viel proben“, sagte Denger. Aus der Fasnetskapelle bildeten sich deshalb 1989 zwei Vereine: Die Narrenzunft Weiler und der Musikverein Weiler. Letzter hieß bis 1996 Original Weiler Dorfmusikanten.

Von Anfang an habe sich der Verein mit einer Jugendkapelle ein Fundament geschaffen, sagt Denger. „Das war unsere Lebensversicherung.“ Harald Ruf, der 20 Jahre lang die Jugend- und Aktivenkapelle dirigierte, habe dafür viel Zeit investiert. Vor fünf Jahren übernahm Ramona König seinen Posten. Sie sei so begeisternd, dass sie vom Jugendlichen bis zum Altmusiker alle motivieren könne, sagt Melanie Ulmer, die heutige Vorsitzende des Vereins.

Im Lauf der Jahre baute der Verein die Kinder- und Jugendarbeit noch aus. Schon mit vier Jahren können die Jüngsten an der musikalischen Früherziehung teilnehmen. Auf dem Weg zur Jugendkapelle bietet der Verein in Zusammenarbeit mit der Musikschule Blockflötenunterricht und das Erlernen der anderen Blasinstrumente an. 20 Jugendliche spielen in der Kapelle „Auftakt“, die Aktivenkapelle hat zur Zeit knapp 30 Mitglieder. Leider sei die Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen nur dünn besetzt, sagt Denger. „Sie sollten eigentlich die Hauptlast der Vereinsarbeit tragen.“

Zum Programm des Musikvereins gehören die Jahreskonzerte der beiden Kapellen und das Backküchenfest, das der Verein dieses Jahr zum 21. Mal ausrichtet. Wie die Konzerte findet es seit 2011 im Bürgerhaus Weiler statt.

Musikverein Weiler feiert am Wochenende sein 25-jähriges Bestehen
Die Weiler Pflommasäck – Ausgangsgruppe für den Musikverein und für die Narrenzunft. Bild: Verein

  • Beim Backküchenfest am kommenden Wochenende, 12. und 13. Juli, erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm: Am Samstag ab 16 Uhr spielt Alleinunterhalter Josef Merk, um 18 Uhr tritt RoBlech auf und ab 20.30 Uhr Tom Murray. Im Bürgerhaus läuft derweil die Übertragung des kleinen Finales der Fußball-Weltmeisterschaft.
  • >Am Sonntag geht das Fest um 10 Uhr los. Für die musikalische Unterhaltung sorgen die Neckar-Music-Band, die Jugendkapelle Auftakt, der Musikverein Wolfenhausen und der Musikverein Dettingen. Das Essensangebot reicht von Roter Wurst über Zwiebelkuchen bis zu Schweinebraten. Auch für Kaffee und frischen (Zwetschgen)Kuchen ist gesorgt.

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07.07.2014, 12:00 Uhr

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