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RANDNOTIZ

Mut zur Hässlichkeit

In den 70er Jahren hieß es: Alle wollen zurück zur Natur - im Auto. So ähnlich war es bisher auch mit Lebensmitteln.

19.04.2016
  • THOMAS VEITINGER

Im Supermarkt Bio-Obst einkaufen - aber bitte nur schönes: knackige Äpfel, hellgelbe Bananen, frische Erdbeeren im Winter aus Südafrika. Während sich im Bio-Laden die Überzeugten schon immer klaglos fleckige Schrumpelbirnen in den Jutesack zum kiloschweren Ganzkörnerbrot steckten, wollten die Supermarkt-Käufer bei Bio alles Schöne auf einmal: gutes Gewissen, perfekte Ware und das auch noch billig.

Damit hat es endlich ein Ende. Jetzt setzt ein Discounter auf krumme Gurken. Der Grund ist einfach: Die Deutschen wollen Authentizität. Landleben ist gefragt, wie der Absatz entsprechender Zeitschriften zeigt. Selbst Frauen zieht es seit neuestem nicht nur zum Yoga, sondern auch raus in die Natur zum Jagen. Statt eines aalglatten Großstädters aus Berlin ist Mundart-Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der mit seiner Frau zu unbekannten Seen wandert, beliebtester Politiker Deutschlands.

Ganz naturalistisch treibt es Penny jedoch nicht. Krumme Möhren werden zusammen mit geraden Produkten verpackt. Aber eine Revolution ist begonnen. Fehlt nur noch, dass auch noch der Geschmack eine Rolle spielt.

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19.04.2016, 06:00 Uhr

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