Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Olympia

NOK-Chef weist Vorwurf von sich

Die französische Justiz hat Korruptions-Ermittlungen wegen der Vergabe der Spiele 2020 an Tokio eingeleitet.

12.01.2019

Von sid

Paris. Dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) droht ein neuer Skandal. Gegen Präsident Tsunekazu Takeda vom Japanischen Olympischen Komitee wurden in Frankreich Ermittlungen wegen Korruption bei der Olympia-Vergabe 2020 an Tokio eingeleitet. Takeda, 71, steht unter dem Verdacht, Tokio die Spiele 2020 mit Hilfe eines Bestechungsgeldes in Höhe von rund zwei Millionen Euro beschafft zu haben. Die Pariser Justiz hatte bereits am 10. Dezember ein offizielles Ermittlungsverfahren gegen Takeda eingeleitet. Tokio hatte sich 2013 auf der IOC-Session in Buenos Aires gegen die Mitbewerber Madrid und Istanbul durchgesetzt.

Das IOC erklärte gestern auf Anfrage, dass für sein Mitglied Takeda nach wie vor die Unschuldsvermutung gelte. Man habe engen Kontakt zu den französischen Behörden, man werde die Situation weiter beobachten. Takeda selbst wies alle Schuld von sich. Er habe bei seiner Anhörung erklärt, dass er "an keinem Fehlverhalten wie Bestechung beteiligt war."

Erhalten haben soll das Geld laut der Zeitung Le Monde die Consulting-Firma Black Tidings (Singapur), die mit dem Senegalesen Papa Massata Diack in Verbindung steht. Der Sohn von Lamine Diack, früherer Präsident des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF, gilt in mehreren Korruptionsfällen des Weltsports als zentrale Figur. Er soll schon im Fall von Rio 2016 Einfluss auf die Stimmenabgabe afrikanischer Länder gehabt haben. Der Afrikaner steht seit 2015 auf der Interpol-Fahndungsliste, wird aber vom Senegal geschützt.

Zum Artikel

Erstellt:
12. Januar 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Januar 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2019, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen