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Stuttgart

NSU-Ausschuss: Untersuchung ungeklärter Straftaten

Der NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags will ungeklärte Straftaten in Baden-Württemberg auf mögliche Zusammenhänge zum Terror-Trio NSU und dessen Unterstützerumfeld untersuchen.

14.10.2016

Von dpa/lsw

Der Ausschussvorsitzende Wolfgang Drexler (SPD) spricht. Foto: Marijan Murat/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. Der Beweisantrag der Fraktionen Grünen, CDU, SPD und FDP sei aber zeitlich und inhaltlich unabhängig von der möglicherweise neuen Fährte im Fall Peggy erfolgt, erläuterte der Ausschussvorsitzende Wolfgang Drexler am Freitag in Stuttgart. Den Beschluss über den Antrag wird das Gremium an diesem Freitag fassen.

Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass am Fundort der Skelettteile des 2001 verschollenen Mädchens Peggy aus Oberfranken Genmaterial des mutmaßlichen NSU-Terroristen von Uwe Böhnhardt entdeckt worden war. Dieses habe sich an einem Gegenstand befunden. Ob es aber einen direkten Zusammenhang zu dem damals neunjährigen Mädchen gibt, blieb zunächst unklar.

Drexler meinte, mit der sehr weiten Formulierung sei das Gremium überfordert. Da müssen man «abschichten»; das heißt, möglicherweise werden nur Mordfälle unter die Lupe genommen. Der Ausschuss hat nach Worten Drexlers dann die Möglichkeit, Zeugen, etwa Sachbearbeiter zu den Fällen zu vernehmen, oder neue Ermittlungen anzustoßen.

Der zweite NSU-U-Ausschuss soll die Bezüge zwischen dem NSU-Terrortrio und Baden-Württemberg und die Umstände der Ermordung von Michelle Kiesewetter im Jahr 2007 aufklären. Dem NSU wird der Mord an der jungen Beamtin zugerechnet sowie weitere Attentate auf Migranten.

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Erstellt:
14. Oktober 2016, 10:42 Uhr
Aktualisiert:
14. Oktober 2016, 10:31 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2016, 10:31 Uhr

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