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Freudenstadt zittert in der Landesliga

Nach 1:4 auf Relegationsplatz abgerutscht

Das war nicht der Tag der Landesligakicker der Spvgg Freudenstadt. Die Mannschaft von Trainer Klaus Zistler konnte gegen einen starken SV Zimmern so gut wie keine Torchancen herausspielen und unterlag dem SVZ vor 250 Zuschauern auch in dieser Höhe verdient mit 1:4 (0:2). Mit dieser Niederlage rutschte die Spvgg zwei Spieltage vor Rundenende auf den Abstiegsrelegationsplatz.

21.05.2012

Freudenstadt. „Das war ein völlig gebrauchter Tag“, sagte der sichtlich enttäuschte Spvgg-Trainer Klaus Zistler. Mehr als zufrieden und voller Freude zeigte sich Edgar Beck, Coach des SV Zimmern, klopfte nach dem Spiel seinen Kickern auf die Schulter und lobte: „Heute hatten wir das Spiel richtig gut runtergespielt und hervorragende Konter gesetzt.“ Vielmals waren die Spieler des SVZ einen Tick schneller, spielten ein anschauliches Mittelfeldpressing und waren im Angriff ständig anspielbereit und gefährlich. So konnte Freudenstadts Trainer Klaus Zistler auch nur mit den ersten 15 Spielminuten einverstanden sein, da hatte die Spvgg optische Vorteile, ohne jedoch eine Torchance herauszuspielen. „Die Anfangszeit war noch okay, so hätten wir uns die komplette Spielzeit vorgestellt“, sagte Zistler.

Doch nach dieser besagten ordentlichen Anfangs-Viertelstunde leistete sich die Spvgg im Mittelfeld immer wieder Ballverluste durch Fehlpässe und verlorene Zweikämpfen. Schnell zeigte sich Zimmern präsent und Torjäger Marius Seemann, der am Samstag meist vom linken Mittelfeld sich ins Spiel einschaltete und zudem als Passgeber in Erscheinung trat, war vielfach an den Angriffsaktionen des SVZ beteiligt. Erstmals gefährlich wurde es vor dem Spvgg-Tor nach Freistoß von Seemann (16.), als Eugen Remmel den Zimmerner Blerim Nuhiji kurz vor dem Strafraum zu Fall brachte. Betz konnte den Schuss von Seemann aus dem unteren Toreck angeln, auch beim Nachschuss von Marcel Stern war Betz zur Stelle und wehrte mit dem Fuß zur Ecke ab. Auch dem Zimmerner Führungstor ging ein Ballverlust der Spvgg voraus, Seemann wurde an der Mittellinie gelegt. Magnus Merz schlug das Spielgerät hoch in den Torraum und Nuhiji köpfte aus kurzer Distanz zum 1:0 (21.) ein.

Die beste Torchance der Spvgg während der gesamten Spielzeit in der 29. Minute: Simon Schau flankte von rechts in den Rücken der SVZ-Abwehr, Rico Finkbeiner spritzte in den Ball, doch Keeper Florian Harter wehrte ab. Trainer Beck lobte seinen Ersatzmann im Tor: „Da hatte er prima gehalten und hielt uns damit in Führung.“ Diese baute drei Minuten später Seemann aus, dabei zeigte er seine Klasse: Zunächst knöpfte er Ümit Dagistan den Ball ab, im Tempodribbling versetzte er zwei Spvgg-Kicker und jagte den Ball mit sattem Schuss aus 18 Metern zum 2:0 ins Netz. Eine Minute später versäumte es der frei vor dem Tor stehende Stern den Vorsprung auszubauen.

Wer die Hoffnung hatte, dass die Spvgg-Kicker mit einem neuen Schub zur zweiten Hälfte kommen, wurde schnell enttäuscht. Denn das Team von Edgar Beck baute nach Eckball (47.) durch Tom Schmid nach Kopfballvorlage von Seemann das Ergebnis auf 3:0 aus. Zimmern zeigte sich wiederum stark in der Balleroberung und spielte weiterhin gute Bälle in die Tiefe. „Die hatten buchstäblich auf unsere Fehler gewartet und die kamen ja pausenlos“, analysierte Trainer Zistler.

Erneut Nuhiji mit seinem zweiten Tor zum 4:0 (65.) nach Überzahlangriff, eingeleitet wieder über die Stationen Seemann und Stern. Da ahnten manche Fans der Spvgg schon Böses. Freudenstadt konnte noch Ergebniskosmetik betreiben, Sebastian Braun, war zu Stelle und drückte den Ball, welchen Torwart Harter nach Freistoß von Simon Schau nicht festhielt, zum 1:4 (70.) ins Tor. Mit zwei sehenswerten Kopfballaktionen wurde das Spiel beendet, Zunächst köpfte Stern gegen das Tordreieck und dann zwang Dagistan mit Kopfball Torwart Harter zu einer reflexartigen Parade.

„Jetzt heißt es schnell die Köpfe wieder frei zu bekommen“, sagte Trainer Zistler vor den letzten beiden Spielen gegen Dornstetten und in Empfingen. mak

Spvgg Freudenstadt: Betz, Wittich (71. Melewzik), Schau, Fahrner, Daglar, Braun (77. Dölker), Dagistan, Klaißle, Möhrle, Remmel, Finkbeiner (60. Graf)

Nach 1:4 auf Relegationsplatz abgerutscht
Der Sprung auf den Relegationsplatz: So hatten sich Rico Finkbeiner und seine Freudenstädter das Spiel gegen Zimmern nicht vorgestellt. Mit 1:4 ging die Spielvereinigung baden und steht nur noch einen Rang über den vier Absteigern. Bild: Ulmer

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21.05.2012, 12:00 Uhr

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