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Heidelberg

Nach Bluttest-PR-Kampagne: Personelle Konsequenzen gefordert

Nach einer umstrittenen PR-Kampagne zu einem möglichen Bluttest auf Brustkrebs gibt es nun Rücktrittsforderungen gegen drei Vorstände des Klinikums.

18.04.2019

Von dpa/lsw

In einer von einem Ärztlichen Direktor an rund 100 Empfänger verschickten E-Mail an Führungskräfte werden der Dekan der Medizinischen Fakultät, die Leitende Ärztliche Direktorin und die Kaufmännische Direktorin zum Rückzug aufgefordert. Ihnen wird vorgeworfen, die Kampagne mitgetragen zu haben. In Klinikum-Kreisen wurde der Vorgang am Donnerstag als Intrige bewertet. Zugleich wird darauf verwiesen, dass sich zahlreiche der angeschriebenen Wissenschaftler gegen einen Rücktritt des Trios ausgesprochen haben. Über den Vorgang hatten zuvor die „Rhein-Neckar-Zeitung“ und „faz.net“ berichtet.

In der Affäre um den nicht marktfähigen Bluttest ermittelt inzwischen auch die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität in Mannheim. Laut einem früheren Bericht der „Rhein-Neckar-Zeitung“ soll unter anderem der Verdacht auf Kursmanipulation und Insiderhandel mit Aktien der Hintergrund der Ermittlungen sein.

Das Unternehmen Heiscreen, eine Ausgründung des Universitätsklinikums Heidelberg, und die Uniklinik selbst hatten am 21. Februar den neuen Test vorgestellt. In einer Pressemitteilung war von „einem Meilenstein in der Brustkrebsdiagnostik“ die Rede, eine Markteinführung sei „noch in diesem Jahr geplant“. An dem Vorgehen gab es deutliche Kritik: Es sei unter anderem zu früh gewesen, um seriöse Aussagen über den Test zu machen, hieß es. Es würden Frauen Hoffnungen gemacht, die möglicherweise nicht zu halten seien.

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Erstellt:
18. April 2019, 14:54 Uhr
Aktualisiert:
18. April 2019, 14:50 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. April 2019, 14:50 Uhr

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