Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Ulm

Nach Brandanschlag auf Ulmer Moschee vier Syrer in Haft

Nach dem Brandanschlag auf eine türkische Moschee in Ulm sind vier Syrer unter dringendem Tatverdacht verhaftet worden.

29.03.2018

Von dpa/lsw

Rußpuren auf dem Gehweg vor einer Moschee in Ulm. Foto: Ralf Zwiebler/Archiv dpa/lsw

Ulm. Gegen die Männer werde wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung ermittelt, teilten die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Ulmer Polizei am Donnerstag mit. Aufgrund des Verdachts, dass die Straftat politisch motiviert war, werden die Ermittlungen von der dafür zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft Stuttgart geführt.

Einer der Beschuldigten habe die Tat gestanden. Zwei der Verhafteten sind 18, die beiden anderen 24 Jahre und 27 Jahre alt. Die Männer aus Ulm, dem Alb-Donau-Kreis und den Landkreisen Ravensburg und Neu-Ulm (Bayern) wurden laut Mitteilung am Mittwoch festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe ein Richter am Donnerstag Haftbefehle erlassen. Zu der Vermutung, dass die Tat aus Rache für das militärische Vorgehen der Türkei gegen Kurden im syrischen Afrin verübt wurde, wollten sich die Ermittler am Donnerstag nicht äußern.

Nach bisherigen Erkenntnissen aus der Spurensicherung traf in der Nacht zum 19. März eine Brandflasche ein Fenster im Erdgeschoss eines mehrstöckigen Hauses in der Ulmer Schillerstaße, in dem sich Räumlichkeiten des türkischen Moscheevereins befinden. Zur Tatzeit hätten sich acht Menschen in dem Gebäude befunden. Mehrere nicht genutzte Brandsätze waren am Tatort gefunden worden.

Rußpuren auf dem Gehweg vor einer Moschee in Ulm. Foto: Ralf Zwiebler/Archiv dpa/lsw

Zum Artikel

Erstellt:
29. März 2018, 16:12 Uhr
Aktualisiert:
29. März 2018, 16:10 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. März 2018, 16:10 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen