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Ravensburg

Nach Supermarkt-Erpressung: Anklage wegen versuchter Tötung?

Dem wegen einer Supermarkt-Erpressung festgenommenen Verdächtigen droht eine Anklage wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

01.03.2018
  • dpa/lsw

Ravensburg. Das sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Alexander Boger am Donnerstag in Ravensburg. Die Ermittlungen gegen den 53-Jährigen liefen in den letzten Zügen. «Wir gehen davon aus, dass wir das Verfahren in den nächsten Wochen abschließen können.» Derzeit warte die Behörde noch auf die Ergebnisse kriminaltechnischer Untersuchungen sowie auf ein psychiatrisches Gutachten.

Der Tatverdächtige war Ende September im Raum Tübingen festgenommen worden. Er hat zugegeben, den Giftstoff Ethylenglykol in Babynahrung gemischt und diese in Läden in Friedrichshafen am Bodensee platziert zu haben. Mit der Drohung, 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen, wollte der Mann eine zweistellige Millionensumme von Handelsunternehmen erpressen. Die Polizei konnte die vergifteten Produkte rechtzeitig sicherstellen, sagte Boger. «Jedes Gläschen wäre tödlich gewesen.» Der Verdächtige sei derzeit in Untersuchungshaft.

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01.03.2018, 13:56 Uhr | geändert: 01.03.2018, 12:40 Uhr

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