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Defekter Bahnübergang: Jeder Zug muss anhalten und Signal geben

Nach Unfall lässt sich Schranke in nächster Zeit nicht schließen

Ein Mercedes fuhr am Sonntagfrüh um etwa 3 Uhr gegen eine der Bahnschranken an der Rottenburger Hirsch-Kreuzung und beschädigte sie so, dass sie sich nicht mehr schließen lässt. Allzu viel konnte das Polizeipräsidium Reutlingen gestern nicht mitteilen, da die Kollegen vom Sonntagsdienst nicht da waren und den Unfall auch nicht so eingestuft hatten, dass sie davon eine Pressemeldung geschrieben hätten. Nicht nur die Nachbarschaft rätselte am Montag und Dienstag, was dort vorgefallen war.

09.09.2014

Rottenburg. Eine Frau sei – wohl unter Schock – schreiend davon gelaufen, so schilderte uns eine Anwohnerin die nächtliche Szene. Zwei Männer hätten versucht, den demolierten Wagen wegzuschieben. Ein dritter sei hinzugekommen und habe gerufen: „Oh Gott, mein Auto!“

Diese Aussagen bestätigte die Polizei gestern im Prinzip. Sie hatte aber nur zwei Männer und die Frau im Protokoll. Verletzt sei wohl niemand, das Auto sei sichergestellt worden. Ob Alkohol- oder Drogeneinfluss vorlag, konnten die Beamten nicht sagen, auch nichts zum Tempo.

Umso mehr wussten Nachbarn zu berichten von den Folgen des Unfalls. Weil sich ein Schrankenarm nicht mehr absenken lässt. muss jeder Zug aus beiden Fahrtrichtungen vor dem Bahnübergang anhalten. Bevor er wieder losfährt, muss er hupen. Das Signalhorn, das sie von morgens 6 bis abends 23 Uhr etwa alle 20 Minuten hören müssten, fanden Bewohner in der Weilerstraße 4 „unerträglich“.

Sie erwogen eine Anzeige. Nach Aussage der Nachbarn sei in ganz Deutschland sonntags kein Bahn-Monteur verfügbar gewesen. Am Montag seien Leute da gewesen, aber nach einer Stunde wieder gegangen, ohne das die Schranke repariert war.

Gestern teilte die Bahn auf TAGBLATT-Anfrage mit, dass für diese ältere Schrankenanlage Ersatzteile nicht schnell zu beschaffen seien. Um der Sicherheit Genüge zu tun, die Anwohner aber nicht länger durch den Lärm des Signalhorns zu belästigen, soll von heute an ein Bahnübergangsposten eingesetzt werden. Er soll auf stille Weise für Sicherheit sorgen, bis die Schranke repariert ist. Unser Bild zeigt einen Zug, der bei senkrecht stehender Schranke passiert. gef / Bild: Fleischer

Nach Unfall lässt sich Schranke in nächster Zeit nicht schließen

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09.09.2014, 12:00 Uhr

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