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Nach dem Schloss noch in die City
Das Ludwigsburger Schloss ist eine Touristenattraktion. Die Stadt wünscht sich, dass die Besucher nach dem Besuch noch einen Abstecher in die Innenstadt machen. Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Tourismus

Nach dem Schloss noch in die City

Ludwigsburg hat Sehenswürdigkeiten, Handel und Gastronomie profitieren aber kaum. Jetzt soll ein Konzept her.

28.03.2018
  • UWE ROTH

Ludwigsburg. Von Ludwigsburg kennt man das Schloss und das Blühende Barock. Dort steigen die Besucherzahlen Jahr für Jahr. Doch touristisch sind diese Einrichtungen in der Hand des Landes. Die Stadt profitiert von den jährlich mehr als eine halbe Million Parkbesuchern bislang wenig. Nun lässt die sie zum ersten Mal ein Tourismuskonzept erarbeiten, das unter anderem die Fragen beantworten soll, wie Tagesgäste nach dem Schlossbesuch in die barocke Innenstadt gelockt und eventuell sogar von einer Übernachtung überzeugt werden können.

Denn zu 80 Prozent sind es Geschäftsreisende, die die Hotels der Stadt auslasten – und das nur unter der Woche. An den Wochenenden ist dagegen wenig los. Auch haben im Umfeld des Marktplatzes viele Cafés eröffnet, die noch Kapazitäten haben.

Vorbild Esslingen und Besigheim

In der Region Stuttgart setzen trotz der industriellen Prägung die Kommunen zunehmend auf Umsätze in der Gastronomie und Hotellerie. In diesem Jahr hat sich das Tourismusmarketing dem Genuss verschrieben. Schließlich gibt es in der Gegend viele bekannte Restaurants. Doch Spitzengastronomie ist nicht die Stärke von Ludwigsburg. Die Stadt muss sich mehr einfallen lassen. Dazu hat die Verwaltung mit Mario Kreh einen eigenen Tourismusmanager eingestellt. Als zweiter Geschäftsführer verstärkt der 47-Jährige den 2013 gegründeten städtischen Eigenbetrieb Tourismus & Events. Er hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bereits bis Ende des Jahres soll das Konzept fertig zur Umsetzung sein.

Armin Dellnitz, Geschäftsführer von Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus, begrüßt das Engagement der Stadt. Bislang hätten nur wenig Kommunen die touristischen Anstrengungen in geordnete Bahnen gelenkt. Als Beispiele nennt er Esslingen und Besigheim (Kreis Ludwigsburg), die beide mit einer historischen Altstadt punkten können. Dellnitz hält viel davon, ein solches Konzept von der Kommunalpolitik absegnen zu lassen, um es verbindlich zu machen. „Ansonsten verschwinden derartige Papiere in der Schublade und verstauben dort.“ Zudem sei ein ordentlich verabschiedetes Konzept nicht der Willkür der Rathausspitze ausgesetzt.

Tourismusmanager Mario Kreh will sich zuallererst um das Stadtmarketing kümmern. Die Stärken der Stadt seien in der Wirkung nach außen unterbelichtet. Überhaupt Kommunikation: Fehlendes WLAN und keine App seien heutzutage die häufigsten Klagen von Touristen, weit vor schlechten Hotelbetten. An der Stelle will Kreh ebenfalls ansetzen. Uwe Roth

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28.03.2018, 06:00 Uhr

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