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Freie Fahrt ab Freitag, 14 Uhr

Nach neun Monaten Bauzeit wird Vordere Neckarhalde eröffnet

Neun Monate und acht Tage war die Vordere Neckarhalde gesperrt. Für 1,8 Millionen Euro wurde sie in dieser Zeit auf einer Strecke von gut 400 Metern generalsaniert, verbreitert und mit zwei Fahrradschutzstreifen versehen. Am Freitag ab 14 Uhr darf der Verkehr wieder fließen.

11.12.2014
  • Hete Henning

Rottenburg. Die Vordere Neckarhalde wird am Freitag offiziell für den Verkehr freigegeben. Beim Buswartehäuschen gegenüber des Bestattungsunternehmers Friedrichson wird um 14 Uhr das symbolische rot-weiße Band zerschnitten. Eingeladen sind alle Anwohner und alle Leute, die mit der Planung und den Bauarbeiten zu tun hatten. Kommen könne natürlich jeder, der wolle, sagte Baubürgermeister Thomas Weigel am Donnerstag. Das gelte auch für den anschließenden Umtrunk im Haus Katharina des Spittels in der Königstraße.

Schon am Donnerstagnachmittag hatte Weigel zum Pressegespräch in Sachen Neckarhalde eingeladen, um vorab einige Details zu erklären. Dabei ging es auch um den neuen Minikreisel bei der Einmündung der Neckarhalde in die Königstraße, wo die Bauarbeiter gerade damit beschäftigt waren, leuchtend weiße Markierungen auf den Asphalt zu malen. Drei Pfeile weisen den Autofahrern künftig den Weg um das eben gepflasterte Mittelstück des Kreisels herum: Es geht gegen den Uhrzeigersinn.

Der Kreisverkehr mit einem Radius von nur 13 Metern sei zu eng, hatten kritische Stimmen im Vorfeld geäußert, Lastwagen und Busse hätten da beim Abbiegen keine Chance. Weigel widersprach: Sowohl die drei vorgelagerten Verkehrsinseln als auch die Mitte des Kreisels könnten überfahren werden – „der Kreisel hält das aus“.

Ab heute gelten neue Vorfahrtsregeln

Früher hatten die Rechtsabbieger von der Neckarhalde in die Königstraße und die Linksabbieger von der Königstraße in die Neckarhalde Vorfahrt. Ab jetzt gelten andere Regeln: Vorfahrt hat, wer sich auf dem Kreisel befindet, alle anderen müssen warten, bis sie sich einfädeln können. Das soll nicht zuletzt Radlern den Weg von der Neckarhalde in Richtung Marktplatz erleichtern.

Geändert hat sich auch die Vorfahrtsregelung an der Einmündung der Remmingsheimer Straße. Wer von Remmingsheim kommt, muss dort künftig den Verkehr auf der Neckarhalde passieren lassen.

Das gesamte Projekt Vordere Neckarhalde firmiert offiziell unter dem Titel „Radweglückenschluss“, was mit einem ordentlichen Zuschuss des Landes in Höhe von 600.000 Euro verbunden ist. Mit den links und rechts auf der Fahrbahn gestrichelt markierten Fahrradschutzstreifen von 1,40 Metern Breite wird eine Lücke im 410 Kilometer langen Neckartal-Radweg zwischen Villingen-Schwenningen und Mannheim geschlossen.

1,8 Millionen Euro haben die am 6. März begonnenen Bauarbeiten gekostet. Die Stützmauer zur Neckarseite hin wurde abgetragen und durch eine Stahlbetonstützwand ersetzt, Kanalisation und Hausanschlussleitungen wurden erneuert, die Fahrbahn wurde verbreitert und neue Treppenzugänge zu den tiefer gelegenen privaten Neckargärten gebaut. Der Gehweg auf der Häuserseite wurde mit Betonsteinpflaster versehen. Dieses Pflaster, so Baubürgermeister Weigel, habe eine ganz glatte Oberfläche, praktisch keine Rillen und sei deshalb auch für alte Menschen mit Rollatoren gut begehbar. „Wenn das Pflaster noch ein bisschen Patina kriegt“, so Weigel, „sieht das richtig gut aus.“

Die Bushaltestellen am vorderen, Innenstadt-nahen Ende der Neckarhalde sind geblieben, wo sie waren. Der Einbau erhöhter Bordsteine (sogenannte Kasseler Borde) für den stufenlosen Einstieg in die Neigebusse sei dort allerdings nicht drin gewesen, erklärte Weigel. Kasseler Borde müssten auf gerader Linie angefahren werden, und gerade das sei direkt hinter dem neuen Kreisverkehr nicht möglich.

Das Tempo wird auf der gesamten Länge der Neckarhalde auf 30 Kilometer pro Stunde beschränkt, Parkplätze sind nicht vorgesehen. Der Zebrastreifen auf Höhe des Kinderhauses Pliksburg/Frauenbad bleibt am alten Platz.

Nach neun Monaten Bauzeit wird Vordere Neckarhalde eröffnet
Gestern wurden die Markierungen des neuen Kreisverkehrs an der Einmündung der Neckarhalde in die Königstraße aufgemalt. Ab heute gilt dort: Wer sich im Kreisverkehr befindet, hat Vorfahrt. Das Mittelstück des Kreisels und auch die drei vorgelagerten Verkehrsinseln dürfen überfahren werden.

  • Pünktlich, im Kostenrahmen und ohne Unfälle“ habe das Tiefbauamt dieses Jahr „zwei riesige Aufgaben“ bewältigt, freute sich Baubürgermeister Thomas Weigel: die neue Brücke in Bad Niedernau und die Vordere Neckarhalde.
  • >Die Busumleitungen hätten ebenfalls gut geklappt, resümierte Weigel. Übers Wochenende fahren die Busse nach Auskunft des Baudezernats noch die Umleitungsstrecke, ab Montag dann wieder nach dem normalen Fahrplan durch die Neckarhalde.

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11.12.2014, 12:00 Uhr

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