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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Nachtwächter beschäftigen sich mit der Geschichte der Nachtwächterkontrolluhr

Wenn sich die Bediensteten im Eingang des Horber Rathauses am Zeiterfassungssystem an- beziehungsweise abmelden, kommt ihnen wohl kaum die Idee, dass zwischen dem modernen Gerät mit den vielen roten Leuchtdioden und dem alten Nachtwächter, den Wilhelm Klink 1927 auf die Wachthausfassade gemalt hat, eine ziemlich enge Beziehung besteht. Die Nachtwächter waren nämlich die Ersten in Horb, die der Zeitdisziplin unterworfen wurden. Dieser kann sich heute in der Neckarstadt wie auch anderswo niemand mehr entziehen, denn seither besitzt man mit der Macht über die Zeit von Individuen auch die Macht über die Individuen selbst. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

31.12.2007
  • Joachim Lipp

Dieses Zitat wird ohne jegliche Gewähr dem Begründer der Sowjetunion, Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt unter dem Namen Lenin, zugeschrieben. Die aus dieser Redewendung zu ziehende Erkenntnis besaß aber mit Sicherheit schon zwei Generationen vorher Johannes Bürk aus dem württembergischen Schwenningen, der mit der Erfindung einer tragbaren Kontrolluhr zunächst einmal die Nachtwächter zu kontrollierten Kontrolleuren machte.

Daraus entwickelte sich schließlich die automatische Arbeitszeiterfassung, die heute die Anwesenheit von Arbeitern, Angestellten und Beamten in Fabriken, Verwaltungen und Behörden überwacht. Mit den entscheidenden Erfindungen im Bereich der Zeiterfassung wurde im 19. Jahrhundert die Uhr und nicht die Dampfmaschine die wichtigste Maschine des Industriezeitalters, die die Zeit zur neuen Leitwährung des modernen Industriekapitalismus machte.

Als Schuhmachersohn kam Johannes Bürk 1819 zur Welt. Sein Heimatdorf Schwenningen war damals noch durch und durch bäuerlich geprägt. Nach einer Schreiberlehre in einem Sulzer Notariat wagte der Tausendsassa den Sprung in die Selbstständigkeit und betrieb bereits mit 22 Jahren ein „Commissionsbureau“, das von der Auswandererberatung über den Immobilienhandel bis hin zur Spedition allerlei Dienstleistungen anbot.

Darüber hinaus gab er sehr zum Unbehagen des Oberamtes im katholischen Rottweil in seinem evangelischen Heimatort die liberale Wochenzeitung „Die Biene“ heraus, die dann in den Zeiten des Vormärz im zweiten Jahr ihres Erscheinens wegen der Zensur einging. Durch sein publizistisches Engagement schuf sich Bürk unter den vermögenden Bauern im Schwenninger Gemeinderat Feinde, die ihn 1842 auf intrigante Weise einen Monat lang unschuldig in Untersuchungshaft schmoren ließen.

Im November 1845 kehrte Bürk voller Überdruss dem in Schwenningen weiter schwelenden Bürgerstreit den Rücken und verlegte zusammen mit Ehefrau Katharina und zwei Kleinkindern seinen Wohnsitz nach Horb, wo er eine „Polytechnische Agentur“ eröffnete. An seinem neuen Wohnort entschloss er sich, zum Januar des Jahres 1846 eine neue Zeitung erscheinen zu lassen, nachdem er von früheren Abonnenten seines ersten Wochenblattes und „vielen anderen Freunden des Fortschritts und zeitgemäßer Lektüre“ dazu aufgefordert worden war.

Johannes Bürk gründete Horbs erste Zeitung und war verantwortlicher Redakteur der „Laterne im Schwarzwald“, deren erste Nummer am 5. Januar 1846 erschien. Den Verlag übernahm Franz Josef Steinwand, der sich seit 1843 um die Herausgabe eines Intelligenzblattes für den Oberamtsbezirk Horb bemüht hatte und dem ersten Horber Redakteur auch finanziell, so gut es ging, entgegen kam. Als Maler und gelernter Lithograph besorgte Steinwand gleichzeitig die Illustrationen in dem Magazin, das wöchentlich dreimal der „Belehrung und Unterhaltung“ dienen sollte.

Die Hoffnung, amtliches Mitteilungsblatt des Oberamtes Horb zu werden, hielt Redakteur und Verleger über eineinhalb Jahre in der Schwebe, doch offenbar ahnte Johannes Bürk bereits im ersten Erscheinungsjahr, dass der „Laterne im Schwarzwald“ bald das Öl ausgehen würde. Den höchst feinsinnigen Verleger Steinwand verband nämlich eine Freundschaft mit Adolph Weisser, einem damals recht bekannten, abwechselnd verhafteten und wieder freigelassenen Demokraten und Publizisten, was für den Herausgeber von Horbs erster Zeitung in den Zeiten des Vormärz sicherlich keine Empfehlung bei den Zensurbehörden war.

In diesem ungewissen Jahr 1846, das aufgrund des völligen Ausfalls der Kartoffelernte auch als Hungerjahr in die Geschichte einging, erfand Johannes Bürk ganz nebenher ein handliches Durchblick- und Dioptergerät zum Baum- und Höhenmessen, mit dessen Verkauf sich Horbs erster Redakteur über Wasser halten konnte. „Die Laterne im Schwarzwald“ erlosch schließlich 1847, nachdem dem Verleger die Konzession ohne Angabe von Gründen endgültig versagt worden war. Daraufhin kehrte Bürk mit seiner Familie nach Schwenningen zurück, wo er wie Steinwand in Horb während der Revolutionsjahre 1848/49 eine aktive Rolle spielte.

Es war wohl die große Schwenninger Brandkatastrophe von 1850, die mitzuerleben ihm die Dringlichkeit des Bedarfs an einer Kontrolle der Nachtwächter deutlich machte. Als damaligem Ratsschreiber unterstand Johannes Bürk die Feuer- und Nachtwache, deren Überwachung er als unzulänglich empfand, zumal natürlich auch die Nachtwächter Schwächen hatten. Sie machten es sich nämlich viel lieber in ihrer Wachtstube bequem, als bei Wind und Wetter ihre Runden zu drehen. So kam Bürk die einfache Idee, ein Uhrengehäuse so zu verschließen, dass der Nachtwächter es nicht selbst öffnen konnte, und in die Uhr einen Mechanismus einzubauen, der die Kontrollgänge auf einem Papierstreifen dokumentierte. Jetzt musste an jeder Kontrollstelle nur noch ein Schlüssel sein, statt wie vormals einer kompletten teuren Uhr. Dieser Einfall sollte den Schwenninger zum Fabrikanten machen, der zum ersten Mal im Königreich Württemberg arbeitsteilig Uhren fertigen ließ und damit die industrielle Entwicklung einer ganzen Region einleitete.

Bürks Erfinderstolz erhielt jedoch einen kleinen Dämpfer, als die Patent-Kommission aufgrund eines nur kurz zuvor eingereichten gleichartigen Patentgesuches seines Geschäftspartners Karl Geiger die meisten Patentansprüche des Johannes Bürk zurückwies. Aus diesem Grund wurde Bürks tragbarer Nachtwächterkontrolluhr lediglich ein Erfindungspatent auf die Dauer von drei Jahren erteilt, so dass diese Erfindung bald viele Nachahmer fand. Bürk setzte aber seine Idee in solch einer perfekten Art um, dass er die Konkurrenz hinter sich lassen konnte. Die tragbare Nachtwächterkontrolluhr war das Ausgangsprodukt für seine Uhrenfabrik und für die Schwenninger feintechnische Industrie.

Wenn auch die Zeit zur Mitte des 19. Jahrhunderts das Maß aller Dinge werden sollte, so brauchte sie im beschaulichen Neckarstädtchen Horb dazu doch noch ihre Zeit, denn ganze acht Jahre strichen ins Land, bis sich der Horber Stadtrat endlich für Bürks bahnbrechende Erfindung entschied. Dabei hatte Johannes Bürk bereits am 28. Dezember 1855 in der Horber Chronik auf die Vorzüge seiner im Juli patentierten „Controle-Uhr für Nachtwächter“ verwiesen: „Durch diese Uhr, welche der Nachtwächter wie jede andere Taschenuhr trägt, wird derselbe in seinem Dienste genau controlirt, in dem sie auf untrügliche Weise angibt, wie oft, zu welcher Zeit und in welcher Reihenfolge er die ihm zum Begehen angewiesenen Stellen seines Orts oder Bezirks besucht hat...“

Bürks Werben fand sogar Unterstützung durch das königlich württembergische Oberamt, dessen Amtsvorsteher Christian Lindenmayer im ehemaligen Dominikanerinnenkloster bei der Stiftskirche residierte. Er ergänzte Bürks Ausführungen wie folgt: „Die von Rathschreiber Bürk construirte Uhr leistet für die Controle der Nachtwächter Alles, was nur immer verlangt werden kann; sie gewährt insbesondere den wesentlichen Vortheil, daß sie das Anrufen der Stunden, durch welches der Zweck des Nachtwächter=Instituts bisher großentheils vereitelt wurde, entbehrlich macht.“

Zum „Zweck des Nachtwächter-Instituts“ gehörte vor allem die Einhaltung der Nachtruhe, die aber durch das Ansingen der vollen Stunden durch die Nachtwächter selbst erheblich gestört wurde. Andererseits diente das laute Ansingen der Kontrolle der Nachtwächter, denn ein Nachtwächter, dessen Stundengesang in den Gassen nicht zu hören war, schlief wohl in der warmen Wachtstube. Darüber hinaus sollten die mit einer Hellebarde bewaffneten Nachtwächter alle schleichenden Diebe dingfest machen, die wiederum durch das Ansingen der Stunden vorzeitig gewarnt wurden.

So konnten die zur Landplage gewordenen Stromer mit ihrem Einbrechen innehalten, bis der Nachtwächter wieder in einer anderen Gasse verschwunden war, um dort die Stunde anzusingen. Obgleich sich dieser Mangel nach Auffassung des Oberamtmannes Lindenmayer mit dem Erwerb einer Nachtwächterkontrolluhr hätte ganz einfach abstellen lassen, wurde das Ansingen der Stunden in Horb selbst nach Einführung der Nachtwächterkontrolluhr erst 1902 per Stadtratsbeschluss aufgehoben.

Dass der Stadtrat des bettelarmen Neckarstädtchens sich im November 1863 letztendlich doch durchgerungen hat, auf Empfehlung des königlichen Oberamtes „eine Controle Uhr für 6 Posten von Bürk“ für 40 Gulden und 15 Kreuzer zu kaufen, hatte handfeste Gründe. Im September 1863 beklagte das Gemeinderatsprotokoll, dass „in letzter Zeit freche Diebstähle und Einbrüche hier geschehen sind.“ Aus diesem Grund beschlossen die bürgerlichen Kollegien, „nächtliche Umgänge zu halten und auch die Nachtwache zu controlieren, um weitere Einbrüche möglichst zu verhindern und um die verängstigte Einwohnerschaft zu beruhigen.“

Je ein Mitglied des Gemeinderates und des Bürgerausschusses wurden vom Stadtschultheißen im Stillen zu diesen Patrouillengängen eingeladen. Gleichzeitig wurde beschlossen, vom „Uhrenfabrikanten Bürk in Schwenningen OA Rottweil“ eine Nachtwächterkontrolluhr „mit Gebrauchsanweisung und Preiszettel zum Ansehen kommen zu lassen.“ Offensichtlich scheint sich der Einsatz der Nachtwächterkontrolluhr bewährt zu haben, denn im Dezember 1865 wurde von der Stadt eine zweite Kontrolluhr beim „Fabrikanten Bürk“ erworben. Mit der tragbaren Wächterkontrolluhr hatte Johannes Bürk den mechanischen Aufseher und Urtyp aller nachfolgenden Kontrolluhren geschaffen.

Jetzt bekamen auch die Horber Nachtwächter die neue, von einer Uhr ausgehende Macht zu spüren, und die Beschaulichkeit ihres Amtes fand ein Ende. Sie mussten vor ihrem Dienstantritt im Wachthaus die aufgezogenen und verschlossenen Kontrolluhren bei Stadtrat Noll abholen, der am nächsten Morgen die Uhren wieder öffnete, die gelochten Papierstreifen überprüfte, sie in ein „Controle=Buch“ klebte und eventuelle Nachlässigkeiten der Nachtwächter umgehend dem Stadtschultheißen meldete.

Laut einem im November 1892 abgefassten Gemeinderatsprotokoll waren die Horber Nachtwächterkontrolluhren sogar einmal Ziel eines geradezu Anschlags auf die innerstädtische Sicherheit. Nachdem Nachtwächter Hausch bei Dienstende seine Kontrolluhr im Wachthaus aus Versehen hängen gelassen hatte, wurde diese dort von einem Unbekannten entwendet und zertrümmert. Der Stadtrat beschloss daraufhin, bei der Firma „Anton Meyer Nachfolger in Stuttgart wieder eine Controle=Uhr mit Lochmarkierung System Bürk um 60 Mark zu bestellen.“ Außerdem ließ man jetzt für das Wachthaus einen Kasten mit solidem Schloss und fünf Schlüsseln zur Aufbewahrung der Kontrolluhren fertigen.

Am Ende des Ersten Weltkrieges galten die Bürkschen Papierstreifenuhren nach mehr als fünfzigjährigem Gebrauch als nicht mehr funktionsfähig, weshalb die Stadt 1921 bei der Stuttgarter Wächterkontrolluhrenfabrik zwei weitere Papierscheibenuhren „Ant. Meyer's Original“ anschaffte.

Die Zahl der Horber Nachtwächter hatte sich halbiert, weil seit 1907 mit der Anstellung eines zweiten städtischen Polizeidieners nur noch zwei Nachtwächter in der Stadt ihre Runden drehten. Während die beiden Polizeidiener abwechslungsweise den „Vormitternachtswachtdienst“ sowie das Zehnuhrläuten übernahmen, besorgten die beiden Nachtwächter nur noch den „Nachmitternachtswachtdienst“. Und nachdem Nachtwächter und Totengräber Karl Sinz nach 31 Dienstjahren im Dezember 1917 altershalber den Dienst quittiert hatte, ging Nachtwächter und Totengräber Franz Rimmele bis 1937 nach der zwölften Stunde allein auf Nachtwache.

Mit der tragbaren Nachtwächterkontrolluhr konnte das Pflichtbewusstsein des Nachtwächters kontrolliert und vor allem dauerhaft dokumentiert werden. Dazu musste der Nachtwächter die Kontrolluhr auf seinen Rundgängen mit sich führen und an ganz bestimmten Stellen einen dort in einem Kästchen verwahrten Markierschlüssel in die verschlossene Uhr einführen. Dieser musste dann nach rechts bis zum Anschlag und wieder zurück gedreht werden.

Die neuen Schlüsselkästen für die Stechschlüssel der Papierscheibenuhren waren an der Stiftskirche, beim abgebrochenen Gasthaus Linde am Ende der Altheimer Straße, beim abgebrochenen Baugeschäft Marquardt in der Mühlener Straße, am Bahnhof sowie am ehemaligen Gasthaus Engel in der Ihlinger Straße montiert. Die von außen eingeführten Markierschlüssel betätigten je nach Schlüsselbart eine Federzunge, die mit ihrem spitzen Ende ein winziges Loch in ein Stück Papier drückte. Darüber hinaus registrierte auf demselben Papier eine Markierspitze das Schließen und Öffnen des Gehäusedeckels. Ein unerlaubter Eingriff fiel deshalb sofort auf.

Aufgrund des Datenträgers aus Papier unterscheidet man drei unterschiedliche Kontrolluhrentypen, die in der „Württembergischen Uhrenfabrik Bürk Söhne“ jahrzehntelang gleichzeitig und in den unterschiedlichsten Varianten produziert wurden. Das älteste Modell ist die Papierstreifenuhr, bei der ein Papierstreifen auf einer Metalltrommel befestigt wurde, die sich mit dem Stundenzeiger der Uhr drehte.

Die Aufzeichnung der Markierungen auf einem Papierstreifen hatte Johannes Bürk bis zu seinem Lebensende im Jahr 1872 favorisiert. Neben dieser „Bürk Original“ wurde hauptsächlich für den Markt in den USA, wohin ein Bruder des Schwenninger Erfinders ausgewandert war, eine Variante hergestellt, bei der statt des Papierstreifens eine Papierscheibe verwendet wurde, die leichter in die Wächteruhr einzulegen war. Die Scheibe wurde so gedreht, dass der Markierzeiger die augenblickliche Uhrzeit auf dem Papierblatt anzeigte, und dann mit einem Rändelknopf festgedrückt.

Diese Papierscheibenuhr erhielt sinnigerweise die Bezeichnung „Bürk Amerikaner“. Johann Bürks Sohn Richard stellte dann in der Nachfolge 1908 eine Wächteruhr vor, bei der die Markierung auf einer Papierrolle erfolgte. Diese Papierbanduhr konnte mittels strapazierfähiger Chiffremarkierschlüssel sehr viele Markierungen aufnehmen, so dass jetzt die Anzahl der Kontrollstellen nahezu unbegrenzt war. Die neue „Bürk Universal“ verfügte sogar über eine für die damalige Zeit revolutionäre Digitalanzeige.

Alle drei Typen von Nachtwächterkontrolluhren wurden noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts produziert. Mit dem Siegeszug des Computers und der digitalen Datenverarbeitung wurde schließlich 1996 auch die Fertigung der „Bürk Universal“ eingestellt.

Da Bürks Erfindungspatent nur auf drei Jahre begrenzt worden war, konnte ab 1858 jeder diese Uhren nachbauen. So etablierten sich noch in Schwenningen selbst die Firmen Isgus und Benzing. In Stuttgart entstanden mit den Kontrolluhrenfabriken von Anton Meyer und Theodor Hahn gleich zwei Konkurrenzunternehmen, die Reinhard Vogelmann gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur Stuttgarter Wächterkontrolluhrenfabrik vereinigte.

Nachdem die Betriebsräume dieser Fabrik beim einem Bombenangriff im Jahr 1944 völlig ausgebrannt waren, überließ Vogelmanns gleichnamiger Sohn die Fabrikeinrichtung dem ehemaligen Betriebsleiter Julius Bauser, der Maschinen und Werkzeug aus den Trümmern barg und damit 1947 eine Produktion im Elternhaus seiner Ehefrau Theresia in Empfingen aufbaute. Bauser übernahm schließlich 1959 die Firma seines einstigen Chefs und bis 1980 wurden unter seinem Namen in der „Empfinger Kontrolluhrenfabrik“ Papierscheiben-Kontrolluhren hergestellt, die fast völlig identisch mit der Nachtwächterkontrolluhr von Anton Meyer waren.

Die drei Horber Nachtwächter vom Kultur- und Museumsverein können mittlerweile in ihrer Sammlung fast alle gängigen Typen und Marken von Nachtwächterkontrolluhren vorweisen. So ist in Sachen Nachtwächterkontrolluhr die ganze Produktpalette der Firma Bürk abgedeckt, und man ist besonders stolz darauf, gleich mehrere alte Papierstreifenuhren zu besitzen. Es finden sich des Weiteren Kontrolluhren aus der Stuttgarter Wächterkontrolluhrenfabrik, die in der Nachfolge in Horb zum Einsatz gekommen sind.

Und weil in Empfingen einmal Nachtwächterkontrolluhren produziert worden sind, gehören auch zwei Bauser-Uhren zu dieser Sammlung, die im neuen Stadtmuseum im Bürgerkulturhaus präsentiert werden soll.

Nachtwächter beschäftigen sich mit der Geschichte der Nachtwächterkontrolluhr

Nachtwächter beschäftigen sich mit der Geschichte der Nachtwächterkontrolluhr

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31.12.2007, 12:00 Uhr

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