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Mädchen unter lauter Jungs

Nachwuchs-Sportlerin Lillian Ruckaberle aus Rottenburg peilt eine Fußballkarriere an

Lillian Ruckaberle, ein Fußballgewächs des FC Rottenburg, durchläuft gerade die Auswahlmannschaften des Landes. Ob sie es ganz an die Spitze schaffen wird? Bei einer Talentsichtung ist sie bereits aufgefallen.

15.08.2014
  • Werner Bauknecht

Rottenburg. Bereits mit fünf Jahren trat die 2001 geborene Rottenburgerin Lillian Ruckaberle gegen den Ball. Und weil ihr das gefiel, ging sie eines Tages einfach mal mit einer kickenden Freundin zum Training des FC Rottenburg. Sie blieb und kurz darauf lief sie auch schon mit dem Bambini-Team des Vereins auf.

Bis zum ersten Jahr D-Jugend spielte sie gemeinsam mit den Jungs alle Altersstufen durch. Erst danach schloss sie sich einer reinen Mädchenmannschaft an. „Irgendwann sind die körperlichen Unterschiede in der Leistung beim Fußball zu deutlich“, hatte sie erkannt, „da macht es keinen Sinn mehr, weiterhin mit den Jungs zu kicken.“

Dabei hatte sie noch nebenher jahrelang Handball und Volleyball gespielt. Neben der Schule – sie besucht das Rottenburger Sankt Meinrad Gymnasium – noch drei Sportarten zu betreiben, das geht selbst mit einem guten Zeit-Management nicht: Lillian sah ein, dass sie Prioritäten setzen musste. Das fiel ihr gar nicht so leicht, das Volleyballspielen gab sie erst diesen Sommer auf.

Ein Sport-Gen geht durch die Familie

Dass Lillian intensiv in die sportliche Richtung geht, kommt nicht von ungefähr. „Das ist familienbedingt“, sagt sie lachend. Denn Vater Oliver war selbst ein sehr guter Tennisspieler, spielte Volleyball und ist Wettkampfläufer bei der LAV Stadtwerke Tübingen. Bruder Melwin ist ebenfalls Fußballer und pritscht den Volleyball. Mutter Ellen schwang früher das Tennis-Racket.

Lillians angestammte Position ist die der Verteidigerin. In der Position hatte sie in den ganzen Kinder- und Jugendmannschaften nie das Problem, von den Jungs nicht akzeptiert zu werden. Ihr war das bloß recht, dass sie mit dem anderen Geschlecht zusammenspielen konnte. „Die Buben gehen schon mit mehr Kraft und Tempo zur Sache, da lernt man als Spielerin gut, wie man dagegenhalten muss.“ Diese Fähigkeit hat sicherlich dazu beigetragen, dass sie bereits sehr früh in die Bezirksauswahl berufen wurde.

Große Umstellung, zu den Mädels zu wechseln

Bei einer Talentsichtung war Lillian den Beobachtern aufgefallen. Danach kam die Regionalfördergruppe, die sie als D-Jugendliche durchlief. Gut an diesen Lehrgängen sei es, berichtet sie, dass man viel lernen könne: Die dort versammelten Spielerinnen seien alle sehr gut. Dennoch war es für sie eine große Umstellung, von den Jungsteams zur reinen Mädchenmannschaft zu wechseln. „Man muss einfach sehen, dass Tempo, körperbetontes Spiel und Härte eine ganz andere Qualität bei den Jungs haben.“

Zur nächsten Spielzeit wird Lillian zu den Damen des VfL Herrenberg wechseln. Sie, die C-Jugendliche, spielt dort gleich in der B-Jugend. Noch spielen sie in der Verbandsstaffel, geplant ist allerdings ein Aufstieg in die Oberliga. Damit kann Lillian jetzt vier Jahre in der B-Jugend spielen. Genug Zeit also, um als Spielerin zu reifen. Eine weitere Spielerin aus Rottenburg spielt beim VfL, dadurch können sich die Eltern mit dem Bringen der Kinder abwechseln. Denn immerhin haben die Mädchen drei Mal in der Woche Training – die Spiele am Wochenende nicht gerechnet.

Und was ist mit der Aussicht, irgendwann einmal Profifußballerin zu werden? „Oh je“, winkt sie da lachend ab, „das ist schwierig. Klar ist der Traum da, aber das ist natürlich wahnsinnig schwer und unsicher. Aber ins Auge fassen kann man das schon.“

Nachwuchs-Sportlerin Lillian Ruckaberle aus Rottenburg peilt eine Fußballkarriere an
Kickt bald bei den Damen des VfL Herrenberg: die junge Rottenburgerin Lilian Ruckaberle. Bild: Bauknecht

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15.08.2014, 12:00 Uhr

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