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1. FC Heidenheim

Nackenschlag in der Nachspielzeit

Die Elf von Trainer Schmidt verspielt erneut in letzter Minute den sicher geglaubten Sieg.

05.03.2018
  • DETLEF GRONINGER

Heidenheim. Der Frust stand den Spielern des Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim nach dem 2:2 gegen Arminia Bielefeld ins Gesicht geschrieben. „Das ist bitter“, so schimpfte Maximilian Thiel, der den FCH mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 in Führung gebracht hatte: „Jetzt haben wir zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ein Spiel hergeschenkt.“

Bereits beim 1:1 zuletzt in Darmstadt verspielten die Schützlinge von Trainer Frank Schmidt den möglichen Sieg. „Das sind wieder zwei verlorene Punkte. Uns fehlt etwas das Spielglück. Wir können die mentale Enttäuschung nicht so einfach aus den Klamotten schütteln“, erklärte Schmidt. In der Nachspielzeit waren die Bielefelder in der Voith-Arena zum Ausgleich gekommen – bereits der siebte Treffer der Arminia in dieser Saison nach der 90. Minute. Das 2:2 erzielte ausgerechnet Andreas Voglsammer, der ehemalige Angreifer des FCH. „Das ist mein Job Tore zu schießen“, sagte Voglsammmer: „Ich treffe ja nicht zum ersten Mal gegen Heidenheim.“

Mit der unnötigen Punkteteilung endete auch die grandiose Serie der Gastgeber nach zuvor sechs Heimsiegen hintereinander. Den Knackpunkt der Partie lieferte für Innenverteidiger Oliver Steurer der schnelle Bielefelder Anschlusstreffer nach dem 2:0 durch Julian Börner in der 66. Minute. „Wir bekommen ein dämliches Tor und verlieren komplett den Faden“ so schimpfte der Neuzugang, der mit einem Kopfball an die Latte kurz vor Schluss die Vorentscheidung verpasste.

Mannschaftskapitän Marc Schnatterer, der den FCH in der 30. Minute in Front geschossen hatte, war dementsprechend angefressen. Zunächst knallte er auf dem Weg in die Kabine die Tür des Zwischengangs in der Arena mit Wucht hinter sich zu. Nachdem er sich etwas beruhigt hatte, sprach er Klartext: „Du darfst das Spiel nach dem 2:0 nicht aus der Hand geben. Das ist naiv, die Punkte so herzugeben.“

Es wird eng in der 2. Liga

Zumal nach dem unerwarteten Aufstand der drei Kellerkinder Fürth, Darmstadt und Kaiserslautern, die allesamt zu Siegen kamen, die Spielklasse noch enger zusammengerückt ist. „Was ist denn in der Liga noch normal, wenn du die Ergebnisse anschaust?“, fragte Schnatterer.

Mit den vier liegen gelassenen Punkten in Darmstadt und gegen Bielefeld könnten die Heidenheimer schon auf Rang vier Holstein Kiel auf Relegationsrang drei im Nacken sitzen. Doch davon will auf der Ostalb keiner etwas wissen. „Derartige Gedankenspiele sind nicht zulässig“, sagte Holger Sanwald, der Vorsitzende des Vorstands: „Die Liga ist unglaublich interessant und ausgeglichen. Wir benötigen aus neun Spielen noch zwei Siege für den Klassenerhalt.“ Trotzdem wird der FCH fristgerecht bis 15. März die Lizenz für die ersten drei Profiligen beantragen. Detlef Groninger

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05.03.2018, 06:00 Uhr

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