Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Nächste Einigung über den Jobabbau
Deutsche-Bank-Chef John Cryan setzt den Rotstift an. Foto: dpa
Frankfurt

Nächste Einigung über den Jobabbau

Das Management hat mit dem Betriebsrat einen weiteren Interessensausgleich vereinbart.

07.10.2016
  • ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Bereits seit Frühsommer ist klar, dass die Deutsche Bank in Deutschland bis 2020 rund 4000 Arbeitsplätze abbauen wird. Jetzt steht fest, dass neben 2500 Stellen in den Filialen und 500 in weiteren Bereichen des Privatkundengeschäfts, rund 1000 in anderen Sparten der Bank wegfallen werden. Darüber hat sich die Bank jetzt in einem Interessensausgleich mit dem Betriebsrat geeinigt.

Der Abbau soll nach Angaben von Personal-Vorstand Karl von Rohr „so sozialverträglich und verantwortungsvoll wie nur möglich gestaltet werden“. Ziel sei auch, betroffene Beschäftigte auf freie Stellen in der Bank zu vermitteln. Offenbar werden sich betriebsbedingte Kündigungen nicht vermeiden lassen.

Allein 450 Stellen werden in der Verwaltung wegfallen. Betroffen sind daneben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Personal- und Kommunikationsabteilung, in der Vermögenverwaltung, im Kapitalmarktgeschäft sowie in der Sparte für Beratung und Finanzierung von Unternehmen. Auch Beschäftige in der volkswirtschaftlichen Abteilung DB Research müssen gehen.

Im Juni hatte sich der Vorstand mit den Arbeitnehmer-Vertretern auf den Abbau von 3000 Stellen verständigt. Dies ergab sich auch, weil man nächstes Jahr 188 der 723 Filialen schließt. Dadurch fallen 2500 Jobs weg, weitere 500 sind in Abwicklungsbereichen betroffen. Insgesamt wird die Bank 9000 Arbeitsplätze streichen. In Vollzeitstellen gerechnet hatte die Bank zuletzt weltweit 101 300 Arbeitsplätze, davon 45 750 in Deutschland.

Auflagen wegen Geldwäsche

Gestern wurde auch bekannt, dass die deutsche Finanzaufsicht Bafin der Deutschen Bank wegen der Geldwäsche-Vorwürfe in Russland nur Auflagen für ein besseres Risiko-Management machen werde. Weitere Strafen drohen zumindest in Deutschland aber nicht. Hohe Strafen sind hierzulande im Gegensatz zu den USA aber auch nicht möglich. Ausgestanden ist die Affäre über Geldwäsche von Rubel im Gegenwert von 10 Mrd. Dollar (8,9 Mrd. EUR) über den Ableger der Deutschen Bank in Moskau allerdings noch nicht.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

07.10.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball