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Mitten aus dem Leben gerissen

Namen und Geschichten der Opfer von Paris

Die einen feierten Geburtstag, andere trafen sich zum Auftakt des Wochenendes zum Essen, wieder andere freuten sich auf ein Konzert. Die Anschläge von Paris zerstörten die Freude. 129 Menschen starben.

18.11.2015
  • ULRICH VON SCHWERIN, AFP

Es waren Kellner, Journalisten, Bankangestellte und Busfahrer. Es waren gebürtige Pariser, Zugezogene, Immigranten und Ausländer. Die 129 Opfer der Anschläge von Paris, die im Konzertsaal Bataclan, vor der Fußballarena Stade de France und auf den Terrassen von Cafés und Restaurants ermordet wurden, spiegeln die ganze Vielfalt der Gesellschaft wider. Die meisten waren keine 40 Jahre alt. 117 von ihnen sind inzwischen identifiziert. 17 Nationalitäten sind betroffen.

Viele besuchten mit Partnern, Freunden, Kindern das Konzert der "Eagles of Death Metal" im Bataclan. So etwa Guillaume Barreau-Decherf, 43 Jahre, Vater von zwei Töchtern. Der freie Journalist, der für das Kulturmagazin "Les Inrockuptibles" schrieb, hatte erst kürzlich das neueste Album der kalifornischen Rockband rezensiert.

Auch der 37-jährige Nicolas Catinat war an dem Abend im Bataclan. Der Schreiner aus einem Dorf nördlich von Paris starb, als er seine Freunde zu schützen versuchte. "Ruhe in Frieden Nicolas, du bist als Held gestorben, um deine Freunde zu retten", schrieb ein Freund auf Twitter. Ebenfalls im Bataclan starb Mathias Dymarski. Der 22-jährige Skater ging mit seiner Freundin Marie Lausch und zwei Freunden zum Konzert - nur die beiden Freunde kamen lebend aus der Halle.

Chloé Boissinot starb im "Le Petit Cambodge", als sie mit ihrem Freund Nicolas dort weit von dem unter jungen Leuten beliebten Canal Saint Martin beim Essen saß. Ihr Freund überlebte verletzt. Auch die 23-jährige Nohemi Gonzalez aus Kalifornien saß mit einer Freundin auf der Terrasse. Die junge Studentin, die sich zu einem Austauschsemester in Paris befand, wollte im Dezember in die USA zurückkehren.

Macathéo Ludovic Boumbas, genannt Ludo, wurde auf der Terrasse des "La Belle Equipe" bei der Geburtstagsfeier erschossen. Der aus dem Kongo stammende 40-jährige Mitarbeiter einer Kurierfirma starb, als er eine Freundin zu schützen suchte. Vor dem Café wurde auch Véronique Geoffroy de Bourgies getötet, 54 Jahre, frühere Journalistin. Die Mutter zweier adoptierter Kinder aus Madagaskar widmete sich zuletzt einer Hilfsorganisation, die sie 2004 ins Leben gerufen hatte.

Unter den Toten waren auch zwei Deutsche: Raphael Hilz arbeitete als Architekt für das Büro von Renzo Piano in Paris. Der 28-jährige gebürtige Münchner starb im "Petit Cambodge". Bei dem zweiten Deutschen handelt es sich um den 51-jährigen Fabian Stech. Der Kunstkritiker stammte ursprünglich aus Berlin, lebte bereits seit 1994 in Frankreich, wo er mit einer Anwältin zwei Kinder hatte.

Namen und Geschichten der Opfer von Paris
Ein Foto erinnert an eines der Opfer der Pariser Anschläge. Foto: Actionpress

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18.11.2015, 12:00 Uhr

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