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Mit Kompetenz und Spielwitz

Nationalspieler Tom Strohbach verstärkt den TVR als Außenangreifer

Kurz vor dem Trainingsauftakt in gut einer Woche ist dem Volleyball-Erstligisten TV Rottenburg ein großer Coup gelungen: Nationalspieler Tom Strohbach hat beim „Freudenhaus der Liga“ einen Einjahresvertrag unterschrieben. Der 22-jährige, 1,98 Meter große Außenangreifer wird die abgewanderten René Bahlburg und Niko Rukavina ersetzen.

08.08.2014
  • Bernhard Schmidt

Rottenburg. Der gebürtige Schweriner, der in Rottenburg die Nummer zehn tragen wird, spielte zuletzt für den vierfachen Pokalsieger Generali Unterhaching, der sich aber nach Rückzug des Hauptsponsors aus der ersten Liga abgemeldet hat. In den drei Jahren beim Club aus der Münchner Vorstadt avancierte Strohbach zum Nationalspieler, absolvierte mehrere Spiele in der World League. So ist es für TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger „ein tolles Zeichen, dass ein junger Nationalspieler zu uns kommt“.

Nationalspieler Tom Strohbach verstärkt den TVR als Außenangreifer
Zwei Spieler im National-Trikot, die auch künftig in der Bundesliga für Rottenburg eine Block bilden werden: Außenangreifer Tom Strohbach (rechts) und Mittelblocker Felix Isaak, in dieser Szene gegen Frankreich im Einsatz.

Die Rottenburger hatten ihren Kader schon früh zusammen, lediglich die Position des Außenangreifers war nur einfach besetzt. Nun soll Nachwuchsmann Strohbach Routinier Dirk Mehlberg ergänzen. TVR-Trainer Müller-Angstenberger ist gespannt auf den neuen Spieler, der pünktlich zum Auftakt des Mannschaftstrainings am Montag, 18. August in Rottenburg eintreffen wird. „Ich freue mich auf die Arbeit mit ihm“, sagt Müller-Angstenberger, „er hat Visionen und will im Volleyball viel erreichen.“ Strohbach bringe viel Kompetenz mit, sei ein intelligenter Spieler mit einer zielgebundenen Philosophie. „Er sucht nicht immer den direkten Punktgewinn, sondern spielt situationsspezifisch und taktisch klug.“

Nationalspieler Tom Strohbach verstärkt den TVR als Außenangreifer
Tom Strohbach

Nach acht Jahren als Leichtathlet ist Strohbach als 15-Jähriger zum Volleyball gestoßen, spielte zunächst für seinen Heimatverein SVF Neustadt-Glewe in Brandenburg, wechselte ein Jahr später aufs Volleyball-Internat des Schweriner SC. Nach einer Saison beim VCO Berlin wechselte er 2011 in den tiefen Süden zum Spitzenclub Generali Haching, mit dem er 2013 den Pokal holte. 20 Mal wurde der Außenangreifer seither in die Nationalmannschaft berufen, war zuletzt in der World-League-Serie aktiv und belegte mit der deutschen Auswahl den 16. Platz.

Für Strohbach bedeutet Rottenburg auch ein biografischer Perspektivwechsel. Zuletzt in Haching als Vollprofi am Ball, will der 22-Jährige von Herbst an der Tübinger Universität Psychologie studieren. Viel Zeit für seine Hobbys bleibt da nicht mehr. Kein Problem, sagt Strohbach: „ Es ist genau das, was ich will.“

Tom Strohbach, der neue Außerangreifer des TV Rottenburg, ist gerade erst zurück von den World-League-Spielen mit der deutschen Nationalmannschaft. Die war mit Platz 16 nicht sonderlich erfolgreich, Strohbach zieht trotzdem eine positive Bilanz: „Ich hatte viele Spielanteile. Es waren neue Herausforderungen für mich, die mich als Mensch und Spieler weitergebracht haben.“ Derzeit bereitet sich die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen auf die Weltmeisterschaft in Polen vor. Ob auch Strohbach mit einer Berufung rechnen kann? „Das hängt ganz vom Verlauf der Vorbereitung ab und ob sich noch jemand verletzt“, sagt der TVR-Neuzugang. In Rottenburg wird Strohbach wieder mit dem einstigen Hachinger Teamkollegen Philipp Jankowski zusammen spielen. „Das ist mit ein Grund, warum ich hierhergekommen bin“, sagt Strohbach, „er ist ein sehr angenehmer Mitspieler, der sein Potenzial bisher noch nicht voll ausschöpfen konnte. Ich freue mich auf ein gutes Zusammenspiel auf und neben dem Feld.“ Strohbach räumt ein, dass er auch Angebote aus Polen und Italien hatte. Er habe aber bewusst neue Prioritäten gesetzt: „Es gibt auch ein Leben nach dem Sport.“ In Rottenburg könne er am besten den Spitzensport mit dem Studium verbinden.

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08.08.2014, 12:00 Uhr

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