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Ein Keim ist schuld

Naturfreibad in Herrenberg wieder zu

Das Naturfreibad in Herrenberg ist erneut geschlossen. Wieder ist der Keim Pseudomonas aeruginosa schuld. Wann das Freibad wieder öffnet, ist ungewiss.

21.08.2015

Herrenberg. Seit Mittwochvormittag sitzen die Freibadgäste in Herrenberg wieder auf dem Trockenen. Die Stadt musste das erst diesen Sommer eröffnete Naturfreibad zum zweiten Mal schließen. Grund ist ein erneutes Ansteigen der Pseudomonaden-Werte. Das vermehrte Auftreten des Bakteriums, das vor allem bei abwehrgeschwächten Menschen zu Entzündungen der Atem- und Harnwege aber auch zu Hautproblemen und Ohrenentzündungen führen kann, hatte schon in der ersten Augustwoche zur Schließung des Naturfreibads geführt.

Erst am vergangenen Samstag hatten die Stadtwerke es nach gründlicher Reinigung der teils verstopften Filter und einwandfreien Proben vom Montag und Dienstag vergangener Woche wieder zum Baden freigegeben. Doch wie sich nach Eintreffen der Laborergebnisse für die am Mittwoch vor der Wiedereröffnung genommenen Wasserproben zeigte, ist der Grund für die Keimbelastung noch nicht gefunden. Bei drei von zwölf Proben war der Grenzwert überschritten.

„Wir kennen die Ursache nicht“, sagt Herrenbergs Bürgermeisterin Gabrielle Getzeny. Um das „komplexe Problem“ zu analysieren und zu beseitigen, haben die Stadtwerke Herrenberg jetzt den Fachplaner für die Wasseraufbereitung zu Hilfe gerufen. „Wir schauen mit dem Experten der Firma Polyplan alles an, was für die hohen Pseudomonadenwerte nach der Reinigung ursächlich sein kann“, teilte die Dezernentin gestern mit. Im Blick sind dabei die Wasserleitungen und Düsen ebenso wie die Filter und die Drainageleitungen.

Wie lange die Zwangsschließung dieses Mal dauern wird, ist noch völlig unklar. „Wir machen das Bad erst wieder auf, wenn wir einen stabilen Badebetrieb garantieren können“, sagt die Sprecherin der Stadtverwaltung Anne Reichel. „Wir müssen jetzt gründlich nachforschen. Womöglich ist die Ursache erst nächste Woche klar.“ Als Reichel gestern Morgen verhinderte Frühschwimmer vor dem Bad traf, erntete sie „bedauernde Reaktionen“. Auf Facebook fallen die Kommentare hämisch bis zornig aus. Dass die „Leute da ihrem Ärger Luft machen“, findet die Pressesprecherin „verständlich“. uha

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21.08.2015, 12:00 Uhr

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