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„Die Landschaft ist unser Kapital“

Naturparkwirte tischen 33-Kilometer-Menü auf / Sieger mit Lamm, Ente und Forelle / Gewinnspiel

Seit Anfang November gibt es bei Naturparkwirten im Schwarzwald zwischen Hornberg und Bad Herrenalb wieder die 33-Kilometer-Menüs auf der Speisekarte. Das bedeutet, alle Zutaten des Menüs dürfen nicht weiter als 33 Kilometer entfernt vom Betrieb gewonnen werden und müssen aus den Naturparken Nord und Süd des Schwarzwalds stammen. Jetzt wurde die Aktion neu aufgelegt.

06.11.2015
  • Hannes Kuhnert

Tonbach. An einem Wettbewerb zum Auftakt der Menü-Aktion beteiligten sich fast 30 der rund 50 Naturparkwirte aus dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und sandten ihre Menüvorschläge ein. Aus denen wählte eine hochkarätig besetzte Fachjury die drei phantasievollsten Variationen aus. Den ersten Platz belegten Jörg Möhrle und sein Küchenteam aus der „Tanne“ in Tonbach, gefolgt von Andreas Schäuble vom Hotel Bergfriedel in Bühlertal und Familie Frey vom Enztalhotel in Enzklösterle. In der Tonbacher „Tanne“ wurde nun das Siegermenü verkostete und hochgelobt sowie die Sieger mit Preisen bedacht. Gewinnen können übrigens auch die Bürger (siehe Infokasten).

„Die teilnehmenden Wirte identifizieren sich mit der Region“, sagte bei der Preisverleihung Rolf Berlin aus Zavelstein, Vorsitzender der Naturparkwirte. Die Verbundenheit zur Region und das Bemühen, mit dem Vermarkten von Produkten aus der Region die heimischen Landwirte zu unterstützen, betonten auch Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf und sein Hornberger Kollege Siegfried Scheffold, stellvertretender Naturpark-Vorsitzender.

Dieser erinnerte an die Märkte, Messen und Naturparkscheuern, die letztlich dazu dienen, die Schwarzwaldlandschaft offen zu halten. Er sah den Naturpark an der Spitze der Bewegung in der Besinnung auf die Werte der Region, im Trend zur Landliebe und Landlust. Bürgermeister Michael Ruf verwies auf die „Baiersbronner Schätze“ wie die Buhlbacher Forelle, das Tannenhonigeis, die Lammwurst oder der Ziegenkäse, edle Produkte aus dem Feinschmeckerdorf Baiersbronn. „Die Schwarzwald-Landschaft liegt uns am Herzen und ist unser Kapital“, so Ruf.

Als Gastgeber freute sich Jörg Möhrle über den ersten Preis des 33-Kilometer-Menüs, der auf eine Gemeinschaftsarbeit mit seiner Küchenmannschaft zurückzuführen sei. Deren Speisenfolge aus Bratwürste von Lamm, Strudel von der Bauernente und Maultäschle von der Forelle enthielt gleich zwei „Baiersbronner Schätze“. Beim Dessert, ein Schmandkuchen mit süßer Soße, hätte die Küche fast zur Vanille gegriffen und damit die 33-Kilometer-Vorgabe verletzt. In letzter Sekunde kam man auf die Idee, die Vanille durch Eierlikör aus heimischer Destille zu ersetzen. Eine ausgezeichnete Idee, wie die Gäste übereinstimmend lobten. Die Preise an die siegreichen Gastronomen überreichten SWR-Moderatorin Petra Klein und Frank Bellert, Vertriebsleiter der Mineralbrunnen Teinach GmbH.

Naturparkwirte tischen 33-Kilometer-Menü auf / Sieger mit Lamm, Ente und Forelle / Gewinnspiel
Bei der Preisübergabe: Rolf Berlin, SWR-Moderatorin Petra Klein, Preisträger Jörg Möhrle und Frank Bellert (von links).

Naturparkwirte tischen 33-Kilometer-Menü auf / Sieger mit Lamm, Ente und Forelle / Gewinnspiel
Küchenchef Jörg Möhrle von der „Tanne“ in Tonbach und sein Küchenteam wurden mit dem ersten Preis für das phantasievollste 33-Kilometer-Menü ausgezeichnet.Privatbilder

Eine Übersicht über alle an der Aktion 33-Kilometer-Menü beteiligten Naturparkwirte ist im Internet unter www.naturparkschwarzwald.de zu finden. Zusätzlich werden zwölf Menüs für jeweils zwei Personen verlost. Dazu muss man nur „33-Kilometer-Menü“ auf eine Postkarte schreiben und an die Naturpark-Geschäftsstelle in 7789 Seebach, Schwarzwaldhochstraße 2, schicken. Auch per E-mail unter info@naturparkschwarzwald ist die Teilnahme möglich. Einsendeschluss ist der 30. November.

Mehr als 50 Gastronomen im Nordschwarzwald, insgesamt 100 Gastronomen im Nord- und Südschwarzwald, zählen zu den Naturparkwirten. Deren Zahl steigt ständig. Sie legen besonderen Wert auf die Verwendung regionaler Lebensmittel. Ein Naturpark-Wirt muss mindestens sechs regionale Gerichte und ein regionales Menü anbieten. Dabei müssen die Zutaten – Gewürze sind ausgenommen – aus den beiden Schwarzwälder Naturparken stammen.

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06.11.2015, 12:00 Uhr

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