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Wissenschaft

Neandertaler aßen vor allem Fleisch

Neue Untersuchungen bestätigen traditionelle Auffassung: Neandertaler waren vor allem Fleischfresser.

19.02.2019

Von dpa

Die Nachbildung eines Neandertalers im Museum in Mettmann. Foto: Federico Gambarini/dpa

Leipzig. Neandertaler haben sich nach Erkenntnissen von Forschern des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie tatsächlich hauptsächlich von Fleisch ernährt. Das bestätigten neuartige detaillierte Isotopenanalysen von Bindegewebsfasern aus den Zahnwurzeln zweier Neandertaler unterschiedlichen Alters, wie die Einrichtung am Montag berichtete. In Fachkreisen ist umstritten, wie sich die Verwandten der frühen Menschen ernährten.

Traditionell gelten die Neandertaler zwar als Fleischfresser, die große Säugetiere jagten. Es gibt allerdings auch Belege dafür, dass sie Pflanzen aßen. Die generell hohen Stickstoffisotopenwerte in ihren Zahnwurzeln liefern außerdem mögliche Munition für alternative Thesen, wonach die Neandertaler etwa Fischfang betrieben, sehr lange gestillt wurden oder sogar als Kannibalen Jagd aufeinander machten.

Durch ihre sehr viel genauere Isotopenanalysen der Zahnwurzeln einer Neandertalerin und eines Neandertalersäuglings aus zwei Höhlen in Frankreich konnten die Leipziger Forscher diese Erklärungsansätze nach eigenen Angaben nun verwerfen. Diese ergaben, dass sich die Frau hauptsächlich von großen Landsäugetieren wie beispielsweise Rentieren und Pferden ernährte. Auch die Mutter des Babys aß in erster Linie Tierfleisch.

Für ihre Forschungen nutzten die Experten eine neue Methode mit der Bezeichnung „Compound Specific Isotope Analysis“ (CSIA), mit der die Isotopzusammensetzungen der verschiedenen Aminosäuren im Bindegewebe separat analysiert werden können. Da diese sich je nach Lebensweise teils unterschiedlich entwickeln, sind genauere Aussagen über die Herkunft möglich.

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Erstellt:
19. Februar 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. Februar 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2019, 06:00 Uhr

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