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„Ganz oder gar nicht!“

Nehrens Landesliga-Trainer Jochen Weigl im TAGBLATT-Interview

Als Spieler hat Jochen Weigl mit seinem Team 1994 sensationell den großen FC Bayern München aus dem DFB-Pokal geworfen. Im TAGBLATT-Interview outet sich der Trainer vom SV Nehren nicht nur als Anhänger des Rekordmeisters, sondern spricht auch über seinen Ex-Verein Greuther Fürth und die laufende Landesliga-Saison.

02.11.2012

TAGBLATT: Herr Weigl, es sind ziemlich viele Stimmen im Hintergrund zu hören. Störe ich?

Jochen Weigl (41): Nein, nein. Ich bin gerade nur mit meiner Tochter Klamotten einkaufen. Da geht es immer ein bisschen lauter zu.

Ihr Team hat in den bisherigen Spielen einige Aufs und Abs gehabt. Sind Sie damit zufrieden?

Ich denke, bis jetzt war unsere Saison wirklich gut. Okay, bis auf das Spiel gegen Metzingen, das war richtig schlecht. Aber insgesamt sind wir auf einem sehr guten Weg, ich mache mir keine Sorgen.

Was waren denn die größten Veränderungen im Vergleich zur Verbandsliga, an welche Dinge mussten Sie sich erst wieder gewöhnen?

In der Verbandsliga war alles schon in Richtung bezahlter Fußball ausgerichtet, da hatten wir es als Dorfverein natürlich schwer. Die Spieler dort hatten eine bessere Ausdauer und waren athletischer. Dafür stehen die Teams jetzt immer sehr tief gegen uns. Da mussten wir erst einmal Lösungen für finden.

Themawechsel: Einige Spieler haben sich über die Platzverhältnisse in Nehren beschwert. Auch über Unstimmigkeiten mit der Gemeinde, die den Rasen eigentlich pflegt, war in dem Zusammenhang die Rede. Was ist da los?

Also glauben Sie mir, ich habe schon auf viel schlechteren Rasen gekickt. Das wird zu sehr herangezogen, vor allem von Spielern! Gute Kicker können auch auf einem schlechten Rasen spielen. Und unser Platz ist für die Jahreszeit eigentlich gut.

Sie sind jetzt seit ziemlich genau zwei Jahren zusammen mit Nico Sbordone Trainer in Nehren. Dabei sind Sie beide Ende 2011 doch fast auf der Trainerbank ihres Ex-Vereins SSV Reutlingen gelandet…

Ja, wir hatten damals einige Gespräche, und es wäre auch sehr interessant gewesen. Der SSV bedeutet mir schon noch viel. Aber wir haben dann letztendlich doch relativ schnell abgesagt.

Warum? Reizt Sie der Sprung in den Profibereich nicht?

Doch. Das würde mich schon einmal jucken. Aber vom Beruf und der Zeit her ist so ein Trainerjob derzeit unmöglich für mich. Denn: Entweder man macht es ganz oder gar nicht!

Zumindest als Spieler haben Sie ja lange in Deutschlands Profiligen mitgewirkt. Ihr Ex-Verein Spvgg Greuther Fürth spielt mittlerweile in der Bundesliga. Wie groß ist die Bindung noch?

Mit Fürths Torwarttrainer Günther Reichold gehe ich im Winter öfter Skifahren. Auch zu meinen damaligen Mitspielern habe ich noch Kontakt. Auch wenn nicht mehr ganz so intensiv.

Heißt das also auch, dass Sie Fürth-Anhänger sind?

(lacht) Nein, ich bin Bayern-Fan. Schon immer. 1994 bin ich in der ersten Runde des DFB-Pokals ja mit dem TSV Vestenbergsgreuth sogar auf die Bayern getroffen – am Ende stand es 1:0. Wir waren weiter, die Bayern raus…

Das Interview führte Ibrahim Naber

Nehrens Landesliga-Trainer Jochen Weigl im TAGBLATT-Interview
Trainer des SSV Reutlingen?„Wäre interessant gewesen“: Jochen Weigl. Bild: Ulmer

Nehrens Gegner am Sonntag (14.30 Uhr), der VfL Pfullingen, hat sich diese Woche von seinem Trainer Andreas Hintke getrennt. „Unterschiedlicher Auffassungen in Personalfragen“ seien der Grund gewesen, berichtet VfL-Abteilungsleiter Timo Schyska. Auch Steven Schanz trat als Co-Trainer zurück. Hintke trainierte den VfL seit April 2008, wurde mit ihm Bezirksmeister. Nach der Saison sollte die Zusammenarbeit mit dem 51-jährigne Erfurter die Zusammenarbeit beendet werden. Bis zur Winterpause wird die Mannschaft von Sven Bahnmüller und Torwarttrainer Andreas Schrade betreut.

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02.11.2012, 12:00 Uhr

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