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Atomkraft

Nein danke!

Mit ihrer Atompolitik stößt die Bundesregierung die Stadtwerke vor den Kopf („Geschenk für die Konzerne“, 1. September).

22.09.2010

„Die spinnen ja“ entrüstete sich unser 12-jähriger Sohn Julius beim Lesen der TAGBLATT-Schlagzeilen zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke. Recht hat er! Was Kanzlerin Merkel als Revolution verkaufen will, ist nichts anderes als das Einknicken gegenüber den Finanzinteressen der Atomlobby.

In jungen Jahren stand ich der Atomkraft unkritisch gegenüber. Aber 1986, nach der Tschernobyl- Katastrophe war auch ich bei der Anti-Atomdemo auf dem Tübinger Marktplatz. Nicht nur für mich, sondern für viele weitere Mitmenschen gilt seither: Atomkraft – nein danke!

Als Feuerwehrmann mit Strahlenschutzausbildung weiß ich um die geringen Möglichkeiten der Strahlenabwehr. Messen, Abstand halten, Abschirmen, geringe Aufenthaltsdauer, Schutzkleidung, Atemschutzgeräte. Als echten Schritt in die Zukunft empfand ich den 2002 von der rot-grünen Bundesregierung beschlossenen Ausstieg aus der Atomtechnik. Der Wirtschaftsriese Deutschland weg von Atom und hin zu regenerativen Energien, das ist beispielhaft. Welch gewaltiges Wirtschaftspotential dieses Ziel auch weckte, zeigt z.B. die Sonnenenergie. Eine Branche mit vielen Arbeitsplätzen entstand. Mit Wachstumsraten wie zu Wirtschaftswunderzeiten. Auch unsere Stadtwerke investieren viel in die Energieerzeugung aus Wasser, Wind und Sonne um noch mehr sauberen Strom zu erzeugen und bieten zu einem geringen Aufpreis Ökostrom an. Die zusätzlichen Einnahmen werden in die Gewinnung regenerativer Energie investiert, zum Beispiel in das Horber Flusskraftwerk und in Windkraft aus Schwarzwald und Nordsee. Wir alle können unseren eigenen Atomausstieg machen, indem wir zu Ökostrom wechseln (. . .).

Bernd Gugel, AL-Stadtrat, Tübingen

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22.09.2010, 12:00 Uhr

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