Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Alle Ortsteile müssen aufholen

Neu im Gemeinderat: Ralf Kreher will nicht nur Fischinger Anliegen vertreten

Zehn Jahre Erfahrung im Gemeinderat hat Ralf Kreher schon von 1999 bis 2009 gesammelt. Nach der Wiederwahl möchte der CDU-Stadtrat sich vor allem für den Stadtteil Fischingen einsetzen, aber auch die Entwicklung der Innenstadt und des regionalen Gewerbegebiets voranbringen.

20.06.2014
  • cristina priotto

Fischingen. „Eigentlich war eine Kandidatur kein Thema mehr, deshalb habe ich mich erst bei der Nachnominierung auf den letzten Drücker aufstellen lassen“, gesteht Ralf Kreher, dem es nach zwei Legislaturperioden vor fünf Jahren nicht mehr ins Gremium reichte. Jetzt sei eher die jüngere Generation in der Verantwortung, etwa bei Themen wie Schulen und Kindergärten, findet der 51-Jährige. Darüber bekommt der dreifache Familienvater allerdings auch viel mit und weiß, was Jüngere sich wünschen. Andererseits erinnert der Fischinger sich gerne an die zehn Jahre im Sulzer Gemeinderat und die vergangenen 15 Jahre im Ortschaftsrat, für den Kreher sich erneut erfolgreich aufstellen ließ. Darüber hinaus ist der Familienvater im Förderverein Burgruine Wehrstein und im Sportverein.

Mit Sorge sieht der Ur-Fischinger, wie schwierig sich die Ortsentwicklung in seinem Heimatdorf gestaltet. Die vielen Leerstände und Bauruinen wirkten sich negativ auf das Gesamtbild aus. „Die Stadt könnte die Grundstücke kaufen und abräumen oder sich mehr engagieren, um den Besitzern Fördergelder zu vermitteln“, wünscht sich der CDU-Stadtrat. Ärgerlich findet der 51-Jährige zudem, dass es mit dem Neubaugebiet nicht weitergehe. In den vergangenen 15 Jahren seien 21 Bauplätze benötigt worden, derzeit verfügt Fischingen allerdings nur noch über ein freies Baugrundstück.

Stärken des Orts seien die Grundschule mit ihrem besonderen pädagogischen Konzept und der Kindergarten, deren Erhalt es zu stärken gelte. Nur dann siedelten sich junge Familien an – vorausgesetzt, es gibt auch Bauplätze. Touristisch und bezüglich des gastronomischen Angebots könnte in Fischingen angesichts der Bootfahrmöglichkeiten auf dem Neckar und dem Radweg mehr los sein.

„Die Ortsteile müssen jetzt wieder aufholen“, findet Kreher grundsätzlich. In der Kernstadt sei in den vergangenen zehn Jahren mit dem Bau der Umgehungsstraße, der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, der Erschließung der „Neckarwiesen“ und dem Umbau des Backsteinbaus sehr viel vorangegangen. Das Glatttal benötige schnelles Internet und Sigmarswangen eine größere Halle, nennt Kreher zwei Beispiele.

Für die Gesamtstadt erhofft der Elektromechaniker sich vom regionalen Gewerbegebiet und vom Interkommunalen Gewerbegebiet die meisten Chancen: „Davon hängt ganz viel ab, etwa Steuereinnahmen, dadurch Geld für Investitionen und der Schulstandort“, zählt der 51-Jährige auf.

Nachholbedarf sieht Ralf Kreher allerdings auch bei der Innenstadtentwicklung: Gerade der Bereich Sonnenstraße und der Wöhrd als derzeit „toter Punkt“ müssten stärker belebt und attraktiver werden. Die Innenstadt und die „Neckarwiesen“ liegen nach Krehers Meinung zu weit auseinander, und dazwischen fehlten eine gelungene Schnittstelle und weitere Läden.

So sehr dem Fischinger sein Heimatort am Herzen liegt, sieht der CDU-Stadtrat sich doch in erster Linie als Vertreter der Gesamtstadt.

Krehers Treue gilt nicht nur dem Wohnort: Seit 30 Jahren arbeitet der gelernte Elektromechaniker bei der Firma Homag in Schopfloch.

Der 51-Jährige möchte auch weiterhin sein Hobby, das Radfahren, pflegen. Sowohl Rücken- als auch Gegenwind ist Ralf Kreher dadurch gewohnt – keine schlechte Basis für einen Kommunalpolitiker.

Neu im Gemeinderat: Ralf Kreher will nicht nur Fischinger Anliegen vertreten
Vom Balkon aus überblickt Ralf Kreher einen Teil Fischingens und des Neckartals. Der Horizont des CDU-Stadtrats reicht aber auch weiter, denn der 51-Jährige möchte dazu beitragen, dass Kernstadt und Teilorte zusammenwachsen.Bild: cap

Für die nächste Legislaturperiode sind bei der Kommunalwahl am 25. Mai insgesamt 13 Männer und Frauen zum ersten Mal oder nach einer Unterbrechung wieder in den Sulzer Gemeinderat gewählt worden.
Die Neulinge sind bei der FWV Eberhard Stiehle, Axel Grathwol, Dominique Steng, Reiner Kimmich, Herbert Kehl, Sabine Breil, Andreas Bühner und Helmut Pfister, bei der CDU Manfred Maier und Ralf Kreher, bei der GAL Gabriele Brucker und Jürgen Herbst und bei der SPD Traude Mangold.

In der Serie „Neu im Gemeinderat“ stellt die SÜDWEST PRESSE die 13 neuen Stadträte in loser Folge vor.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

20.06.2014, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball