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Wo ist die Katze?

Neue CD der Indie-Rocker Mars Mellow

Wait, we have forgotten the cat“. Klingt komisch, ist jedoch der Titel der neuen CD von Mars Mellow. Es sind leider nur vier Lieder drauf, die sind allerdings knackig-frisch. So muss eine CD anfangen: Ein kurz hingeworfenes, packendes Gitarrenriff, das bereits aufhorchen lässt.

13.06.2012

Dann setzt Sängerin Laura Rozic ein: „Oh my god! Oh my god!“ In einem derart orgiastischen Tonfall, der dem männlichen Hörer signalisiert: Der Frau muss entweder dringend geholfen werden, oder ihr wird gerade geholfen. Gwen Stefani, früher Sängerin von No Doubt, hätte es nicht überdrehter hinbekommen.

„Oh my god“ sei ursprünglich kein richtiger Song gewesen. Es war einer von mehreren beim Jammen entstandenen Versatzstücken, sagt Michael Schneider, Bassist und vor 17 Jahren in Albstadt Gründer der Band.

Der Mittelpunkt von Mars Mellow befinde sich mittlerweile in Tübingen, genauer gesagt im Proberaum auf dem Sudhaus-Gelände.

Beim Studium in Tübingen trafen Schneider und Schlagzeuger Arnold Wehrmann seinerzeit auf Keyboarder Stefan Weihing aus Kusterdingen. Die wichtigste Bandphase, sagt Schneider, begann jedoch erst 2005, als nach Gitarrist Reiner Herzig die ebenfalls aus Stuttgart stammende Sängerin Laura Rozic einstieg. Sie veredelt die von klassischem Rock beeinflusste Indie-Musik der Formation mit ihrer außergewöhnlichen Stimme.

„Wait, we have forgotten the cat“ ist die dritte CD-Produktion von Mars Mellow mit Laura Rozic als Sängerin. Weil sich die Band viel Zeit nahm, Lieder einzuspielen und gegebenenfalls mehrfach abzumischen (Reiner Herzig kümmerte sich in erster Linie darum), sind nur vier Titel auf dem Silberling gelandet.

Nach dem Auftakt-Knaller „Oh my god“ kehren die weiteren Songs in gängigere Vers-Chorus-Arrangements zurück, ohne an Bissigkeit und gutem Klang einzubüßen. Wesentlich reifer klingt Laura Razic im zweiten Song „(I don‘t wanna) Go To Sleep“, dessen rhythmische Grundlage aus dem Punk kommt.

„More Shoes“ mit den Rimshots auf der Snare und den Keyboard-Tupfern weist eine ähnliche Konstruktion auf wie das abschließende Stück „Wonderful“. Doch das trübt den Gesamteindruck von „Wait, we have forgotten the cat“ nicht im Geringsten. Mars Mellow ist eine fröhlich-freche CD gelungen, die allerdings mit rund zwölf Minuten zu kurz geraten ist.

Michael Sturm

Neue CD der Indie-Rocker Mars Mellow

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13.06.2012, 12:00 Uhr

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