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Glasgow

Neue Generation lässt Hambüchen alt aussehen

Als der Eurowings-Flug 1365 gestern am Mittag von Glasgow in Richtung Düsseldorf abhob, hatten Fabian Hambüchen und Trainervater Wolfgang viel zu besprechen. Die misslungene direkte Olympia-Qualifikation mit der deutschen Riege, die krankheitsbedingte Absage für das WM-Mehrkampffinale und nun auch noch Rang sieben in der Entscheidung am Reck - für Deutschlands Ausnahmeturner lief es bei der WM in Schottland einfach nicht.

03.11.2015
  • SID

Glasgow Zwei Welttitelkämpfe nacheinander ohne Medaille, das gab es für den Wetzlarer zuletzt vor zehn Jahren. "Natürlich habe ich meine Problempäckchen und muss vieles mit Routine wettmachen", sagte der ehemalige Reck-Weltmeister. Zwölf Jahre in der absoluten Weltspitze haben körperliche Spuren hinterlassen. Die Finger schmerzen, die Schulter macht Probleme.

Dass er im Mehrkampf den Anschluss verloren hat, hatte der mittlerweile 28-Jährige bereits eingeräumt: "Da gibt es eine neue Generation, die in einer absoluten Hochphase ist. Mit meinem Alter ist jetzt der Punkt gekommen, wo da nicht mehr viel geht." Dass aber an "seinem" Reck nicht viel ging, traf Hambüchen schwer. Er schob die matte Vorstellung am Königsgerät nicht auf seine Erkältung, was ihn ehrte. Aber: Die Zeiten, in denen er trotz solcher Beeinträchtigungen um die Reckstange herum zum Sieg wirbelte, sie scheinen vorbei zu sein.

Mental ist der Hesse nach wie vor stark, und doch trägt er immer schwerer an der Verantwortung für die Gesamtleistung der deutschen Riege, die DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam bei der WM als "mittleren Betriebsunfall" einstufte. Als junger Himmelsstürmer hat der Olympia-Zweite am Reck die Rolle des unersetzlichen Frontmanns durchaus geschätzt, mittlerweile sucht er nach stärkerer interner Unterstützung - und findet sie nicht mehr. "Ich hätte gern, dass jemand stärker ist als ich" - ein Satz, der Hambüchen früher niemals über die Lippen gekommen wäre.

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03.11.2015, 12:00 Uhr

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