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Kommentar zur Union

Neue Harmonie

17.10.2016
  • ELISABETH ZOLL

Die Union rückt zusammen und sammelt sich nach Monaten des selbstzerstörerischen Streits hinter der Kanzlerin. Zu beobachten war dies beim Deutschlandtag der Jungen Union. Nachdem vor einem Jahr, zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise, die Parteijugend auf Rebellion gebürstet schien, bestimmte nun Harmonie das Bild. Die Kanzlerin in Topform, die Jugend zum Jubeln aufgelegt.

Vieles hat sich verändert innerhalb der Jahresfrist: Zuallererst die Zuwanderungszahlen, die drastisch zurückgegangen sind. Die rigorose Abschirmung der Grenzen zeigt Wirkung. Sie beruhigt die Stimmung im Land – und die Nervosität der Union. Doch auch die Kanzlerin hat sich bewegt: in der Tonlage und in der Neuakzentuierung ihrer Flüchtlingspolitik. Nachdem sie ihren Satz „Wir schaffen das“ hintangestellt hat, dringen andere Töne durch. Der Ansatz, dass Menschen, die kein Bleiberecht haben, das Land verlassen müssen, ist nicht neu. Jetzt wird er wieder gehört, in und außerhalb der Union.

Dort ist man womöglich zu einer weiteren Einsicht gelangt: Mit Angela Merkel in den Wahlkampf zu ziehen, wird nicht einfach werden. Ohne sie jedoch, wird der Wettstreit um Stimmen richtig schwer.

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17.10.2016, 06:00 Uhr

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